"Bis heute ein ganz aktueller Heiliger"

Schwangau feiert das traditionelle Colomansfest

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Vor der malerischen Kulisse von Schloss Neuschwanstein versammeln sich am Sonntag über 200 Reiter und Kutschgäste, um den traditionellen Colomansritt rund um die gleichnamige Wallfahrtskirche zu feiern.
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Vor der malerischen Kulisse von Schloss Neuschwanstein versammeln sich am Sonntag über 200 Reiter und Kutschgäste, um den traditionellen Colomansritt rund um die gleichnamige Wallfahrtskirche zu feiern.
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Vor der malerischen Kulisse von Schloss Neuschwanstein versammeln sich am Sonntag über 200 Reiter und Kutschgäste, um den traditionellen Colomansritt rund um die gleichnamige Wallfahrtskirche zu feiern.
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Vor der malerischen Kulisse von Schloss Neuschwanstein versammeln sich am Sonntag über 200 Reiter und Kutschgäste, um den traditionellen Colomansritt rund um die gleichnamige Wallfahrtskirche zu feiern.
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Vor der malerischen Kulisse von Schloss Neuschwanstein versammeln sich am Sonntag über 200 Reiter und Kutschgäste, um den traditionellen Colomansritt rund um die gleichnamige Wallfahrtskirche zu feiern.
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Vor der malerischen Kulisse von Schloss Neuschwanstein versammeln sich am Sonntag über 200 Reiter und Kutschgäste, um den traditionellen Colomansritt rund um die gleichnamige Wallfahrtskirche zu feiern.
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Vor der malerischen Kulisse von Schloss Neuschwanstein versammeln sich am Sonntag über 200 Reiter und Kutschgäste, um den traditionellen Colomansritt rund um die gleichnamige Wallfahrtskirche zu feiern.
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Vor der malerischen Kulisse von Schloss Neuschwanstein versammeln sich am Sonntag über 200 Reiter und Kutschgäste, um den traditionellen Colomansritt rund um die gleichnamige Wallfahrtskirche zu feiern.

Schwangau – Rund 225 Reiter und Kutschengästen, aus Schwangau, Buching, Trauchgau und weiteren umliegenden Orten kamen am Sonntag ins Dorf der Königsschlösser, um dort traditionell das Colomansfest zu feiern.

Bei herrlichem Kaiserwetter fanden sich dazu mehrere tausend Besucher bei der Wallfahrtskirche St. Coloman ein, um den vom Colomansverein organisierten Ausritt mit Messe zu zelebrieren. Unter diversen Ehrengästen, wozu etwa die CSU-Landtagsabgeordnete Angelika Schorer und ihr Parteikollege aus dem Bundestag, Stephan Stracke zählten, befand sich auch der Bayerisches Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Hans Reichhart. Der Gast aus München trug sich nach dem Festgottesdienst, der Pferdebenediktion und dem traditionellen Colomansritt im Schwangauer Rathaus ins Goldene Buch der Königsschlössergemeinde ein. 

Während das vor allem den Schwangauer Bürgermeister Stefan Rinke freute, hatten die zahlreichen Schaulustigen vor allem am Umritt der insgesamt 160 Kaltblutpferde und einer Handvoll Kutschen um die Colomanskirche ihren Spaß. So sah der Beobachter viele gezückte Handys, als sich der mehrere hundert Meter lange Tross gemächlich in Gang setzte, um das Gotteshaus zweimal zu umrunden. 

Zuvor hatte Pfarrer Martin Maurer, selbst hoch zu Ross dabei, nicht nur die Pferde und ihre Gespanne, die auf einem Feld gegenüber der Kirche mit vereinzelt zu hörendem Wiehern darauf gewartet hatten, mit Weihwasser gesegnet. Der Segnung voraus gegangen war ein feierlicher Gottesdienst im Freien. Bei seiner von Abordnungen der Musikkapellen Schwangau und Buching sowie einer Jodlergruppe aus der Schweiz musikalisch umrahmten Festpredigt unterstrich Maurer deutlich Worte seines Kollegen Markus Dörre. 

Dieser hatte zu Beginn des Gottesdienstes betont, dass der Heilige Coloman als einstiges Opfer eines Missverständnisses von Vorurteilen „bis heute ein ganz aktueller Heiliger“ sei, was Maurer Parallelen zur heutigen Zeit ziehen ließ. Dabei plädierte er in seiner dem „Thema Verwechslung“ gewidmeten Rede immer wieder dafür, sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen, sondern gerade bei dem, was oder der den Menschen fremd erscheint, sorgfältig hinzuschauen und zuzuhören. Mit Bezug auf Jesus fügte Maurer hinzu, dass man mehr sehen sollte, als nur „das Unsere“ beziehungsweise das, was man sehen wolle. Die Zuhörer forderte er dazu auf, jemanden zu sehen, „wie er wirklich ist“. Dann könne man der Gefahr der Verwechslung aus dem Weg gehen.

lex

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