Trolle Partei und schnelles Sushi

Tausende Zuschauer verfolgen das 22. Pfrontener Gaudirennen an den Sonnenliften

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Detailreiche und fantasievolle Gefährte fahren beim 22. Gaudirennen in Pfronten die Piste an den Sonnenliften hinab.

Pfronten – An die Tausend Zuschauer sind am Faschingssonntag zum traditionellen Gaudirennen an den Sonnenliften in Pfronten gekommen.

Bereits zum 22. Mal hatte die örtliche Feuerwehr Röfleuten-Halden den etwas anderen Faschingsumzug organisiert, bei dem die Akteure nicht nur Themen von der Lokal- bis zur Weltpolitik umsetzen, sondern mit ihren Gespannen auch eine Skipiste hinabsausen. 

Dabei siegten nicht die schnellsten Gefährte, sondern die Teams, deren Abfahrtszeiten inklusive einer Sonderprüfung im Zielraum der Durchschnittszeit aller Teilnehmern am nächsten kam. Zusätzlich wählten die Teilnehmer die schönsten Gefährte aus, die bei der Siegerehrung prämiert wurden. Über 120 Erwachsene in 15 Teams und 19 Kinder in vier Teams in der Jugendklasse nahmen heuer an dem Rennen teil. 

Jeweils mit neun Sekunden unter und über der Durchschnittszeit von 126 Sekunden lagen die siegreichen Gruppen „Tief Sabine“ und „Losgelöst, wir spacen noch einmal richtig ab“. Zu den schönsten Gefährten wurden das Kindergespann „Trump Roket“ sowie das Team „Running Shusi“ bei der Erwachsenenwertung gewählt. 

Die Handballdamen des TSV Pfronten verteidigten mit diesem detailreich ausgestatteten Wagen ihren Titel aus dem Vorjahr. Viel Beachtung fanden auch die Gespanne zu örtlichen Themen, wie der Zukunft des „Fenebergmarktes“, einem Ortsbus sowie die Vorstellung einer neuen fiktiven Partei im Wahlkampf „wir-sind-troll“. 

Obwohl anfangs widrige Bedingungen mit Windböen und sulzigen Schneeresten herrschten, die Liftbetreiber Bernd Rehle mit viel Engagement als Abfahrtspiste für die Gespannen präpariert hatte, konnte die Veranstaltung doch stattfinden. Moderator Martin Lorang, der mit gewohnt launigen Kommentaren kurzweilig durch das Rennen führte, bedankte sich daher nicht nur beim Sonnenliftchef sondern auch bei allen Helfern und warb für den Nachwuchs bei der örtlichen Feuerwehr. 

Das Gaudirennen fördere das generationsübergreifende Miteinander und zeige, wie man Veranstaltungen dieser Größenordnung gemeinsam stemmen kann, sagte er.

kb

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