Tegelberg-, Buchenberg- und Breitenbergbahn: Betreiber hält an geplantem Saisonstart fest

Fällt Skisaison im Ostallgäu aus?

Tegelbergbahn in Schwangau
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An der Tegelbergbahn laufen derzeit Revisionsarbeiten. Trotz aller Unsicherheiten hält die Bahn derzeit an einer planmäßigen Eröffnung der Wintersaison am 20. Dezember fest.

Füssen – Mit seinem Vorschlag, wegen der Corona-Pandemie auf die Skisaison 2020/21 zu verzichten, ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf heftige Kritik bei den Lift- und Bergbahnbetreibern und Skisportlern gestoßen. Trotz aller Unsicherheiten plant der Betreiber der Tegelberg-, Buchenberg- und Breitenbergbahn derzeit mit einem Saisonstart am 20. Dezember. Man werde jedoch die weiteren Entwicklungen beobachten und entsprechend reagieren, heißt es von Seiten der Bahn. 

Nach Söders Plänen sollten europaweit alle Lifte und Bergbahnen stillstehen, um die Infektionszahlen mit dem Corona-Virus zu begrenzen. Damit erntete er jedoch herbe Kritik bei allen Skisportlern und vor allem bei den Lift- und Bergbahnbetreibern, die in diesem Jahr schon eine schwierige Sommersaison zu bewältigen hatten. „Sportliche Bewegung an der frischen Luft ist gesund”, sagen die einen und „durch Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln ist das Ansteckungsrisiko gleich Null”, sagen die anderen.

Dass Ischgl sich nicht wiederholen darf, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Daher sind auch in keinem der europäischen Skigebiete Après-Ski-Vergnügen geplant. Offene Briefe seitens Leistungssportlern, Bergbahn- und Skischulverbänden plädieren an die Vernunft der Politik, von einem Verzicht auf die Skisaison 2020/21 abzusehen.

Auf aktuelle Entwicklungen reagieren

Doch wie bewerten eigentlich die örtlichen Bergbahnbetreiber die derzeitige Situation? Wie aus dem Vorzimmer von Frank Seyfried, dem Geschäftsführer von Tegelberg-, Buchenberg- und Breitenbergbahn, zu erfahren ist, sind derzeit Revisionsarbeiten im Gange. Aktuell sehe man die Eröffnung der neuen Saison planmäßig für den 20. Dezember vor. Man werde aber die weitere Entwicklung beobachten und entsprechend reagieren. Ralf Speck, der Geschäftsführer der Alpspitzbahn in Nesselwang, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen für den Skiwinter 2020/2021 hat der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e.V. (VDS) erarbeitet. Diese sehen für die Fahrgäste vor, nach Möglichkeit einen Abstand von 1,50 Metern einzuhalten und sich grundsätzlich mit Mund-Nasen-Bedeckung zu bewegen. Die Bergbahnbetreiber sollen zudem regelmäßig Flächen und Gegenstände reinigen.

Reisebeschränkungen für alle Alpenländer

Außerdem sollte in den Kassenbereichen kontaktloses Zahlen möglich sein und eine Scheibe sollte Gast und Verkaufspersonal trennen. Wie auch in allen anderen öffentlichen Gebäuden gibt es eine Besucherlenkung im Anstehbereich und eine räumliche Trennung zwischen einsteigenden und aussteigenden Gästen. In den Großkabinen der Bergbahnen, die gut durchlüftet werden, soll auf eine Kapazitätseinschränkung geachtet werden.

Unabhängig von der geplanten Öffnung der Bergbahnen in den europäischen Skiorten müssen Skifahrer weiterhin mit Reisebeschränkungen rechnen, da für alle Alpenländer derzeit Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes vorliegen.

hh

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