Renovierte Talstation und neue Kabinen werden gesegnet

Tegelbergbahn weiht ihre modernisierte Talstation ein

Wegen der Corona-Pandemie sind nur Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke (CSU) (v.l.), Pfarrer Martin Maurer, Pfarrer Jörn Foth, Beiratsvorsitzender Peter Helmer, Geschäftsführer Frank Seyfried und Architekt Alexander Beck bei der Einweihung der umgebauten Talstation und der neuen Gondeln dabei.
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Wegen der Corona-Pandemie sind nur Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke (CSU) (v.l.), Pfarrer Martin Maurer, Pfarrer Jörn Foth, Beiratsvorsitzender Peter Helmer, Geschäftsführer Frank Seyfried und Architekt Alexander Beck bei der offiziellen Einweihung der umgebauten Talstation und der neuen Gondeln dabei.
  • Katharina Knoll
    VonKatharina Knoll
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Schwangau – Hell und modern präsentiert sich seit kurzem die Talstation der Tegelbergbahn. Die modernisierten Räume sowie die zwei neuen Kabinen wurden am Freitag eingeweiht.

Nachdem im November 2019 mit der Modernisierung der über 50 Jahre alten Bergbahn an der Gipfelstation begonnen wurde, fand das Projekt jetzt seinen Abschluss. Das feierten die Verantwortlichen am Freitag mit einer Segnung der umgestalteten Räume und der neuen Gondeln. Ein Hebauf mit allen Handwerkern soll im Herbst, wenn die Corona-Lage es zulässt, nachgeholt werden. 

„Wir sind gut aufgestellt für die kommenden Jahre“, freute sich Beiratsvorsitzender Peter Helmer mit Blick auf das neue Erscheinungsbild und die Technik der Tegelbergbahn. „Die alte Bahn erkennt man fast nicht wieder.“

In zehn Wochen Bauzeit entkernten die Arbeiter die alte Talstation, demontierten die Küche des Bistros „Ikarus” und vergrößerten die Wartehalle. Diese präsentiert sich nun ähnlich wie die Wartehalle an der Gipfelstation. „Es war klar, dass wir das Konzept nach unten durchziehen, bis in die Kabinen rein“, erklärte Architekt Alexander Beck.

Geschäftsführer Frank Seyfried (Mitte) führt die beiden Pfarrer Martin Maurer (links) und Jörn Foth (rechts) durch die modernisierte Talstation der Tegelbergbahn.

Helles Holz und anthrazitfarbene Elemente zieren nun die Decke und Sitzgelegenheiten der Talstation. Dazwischen informieren Schilder, Fotos und Schaukästen mit Seilstücken über die ehemaligen Kabinen der Tegelbergbahn. Denn diese wurden im Zuge der Sanierung ausgetauscht (der Kreisbote berichtete). Daneben wurden auch die Abläufe der Bahn durchleuchtet und verbessert. „Im Bahnbetrieb wurde alles entzerrt“, erklärte Beck. Früher gab es an der Talstation nur einen Ein- und Ausgang. Nun wurde ein neuer Ausgang geschaffen, um die Verkehrsströme voneinander zu trennen.

Neu gestalteter und barrierefreier Kassenbereich

Außerdem bauten die Handwerker den Kassenbereich komplett um. Dieser ist nun barrierefrei und für den Gast sofort als solcher zu erkennen, wenn er sein Auto auf dem Parkplatz vor der Bahn abstellt. Zudem wurde der Vorplatz neu gestaltet, um die Besucher besser lenken zu können.

„Das ist von Anfang bis Ende durchdacht“, freute sich Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke (CSU). „Das Ergebnis überzeugt, ich kann nur gratulieren. Damit wurde die Grundlage für die nächsten 50 Jahre gelegt.“

Reibungsloser und termingerechter Umbau

Für den gesamten Umbau, der reibungslos und termingerecht über die Bühne ging, investierte die Bahn ca. 2,5 Millionen Euro, informierte Helmer. „Wir hatten Glück, dass wir viel aus den Rücklagen stemmen konnten. Wir mussten so gut wie kein Fremdkapital aufnehmen. Das ist nicht selbstverständlich.“

Für rund 650.000 Euro wurde 2019 die Gipfelstation und etwa ein Jahr später die dortigen Toiletten umgebaut. Im Frühjahr 2021 folgte schließlich die Talstation, für die noch einmal etwa 650.000 Euro anfielen. Für die zwei neuen Kabinen gab die Bergbahn rund 1,1 Millionen Euro aus. Diese können mit 36 Passagieren zwar etwas weniger Gäste transportieren als die alten Gondeln, doch das passt ins Qualitäts-Konzept der Bahn, erklärte Geschäftsführer Frank Seyfried. Schließlich sollen sich die Gäste hier wohl fühlen.

„In 1,5 Jahren haben wir alles verändert“, blickte Beck zurück. Hauptsächlich wurde während der Revisionsarbeiten an der Bahn gearbeitet. „Der Terminplan war eng.“ Den Handwerkern sei es aber gelungen, die Arbeiten in drei Bauabschnitten durchzuziehen.

Geistliche spenden Gottes Segen

Damit die Tegelbergbahn, ihre Mitarbeiter und Gäste auch in der Zukunft von Unfällen und Unglücken verschont bleiben, spendeten die Pfarrer Martin Maurer von der Pfarreiengemeinschaft Forggensee und Jörn Foth von der Evangelischen Auferstehungskirche Pfronten Gottes Segen.

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