Teurer Bau ist nun in Arbeit

Da die Kindertagesstätte keinen Keller bekommt, schreiten die Erdarbeiten zügig voran. Die Kita wird wohl pünktlich vor Weihnachten stehen. Foto: Schuster

Während der geplante Anbau zur Füssener Grundschule im Moment in der Schwebe ist (der KREISBOTE berichtete), steht ganz in der Nähe bereits ein Kran und die Bagger rollen: Seit knapp zwei Wochen ist die geplante Kindertagesstätte in der Hilteboldstraße im Bau. In der jüngsten Stadtratssitzung am Dienstag vergangener Woche war das Projekt Thema, denn nicht 1,1 Millionen Euro, wie ursprünglich angekündigt, sondern rund 1,7 Millionen Euro wird die Stadt Füssen dafür wohl bezahlen müssen.

Die Formulierung des Tagesordnungspunkts ließ erkennen, wo der Unmut bei den Stadträten saß. Von „Offenlegung der tatsächlichen Kostensituation“ war da die Rede. Die Gesamtkosten des Projekts stiegen von 2,4 auf 2,9 Millionen Euro. Überproportional wuchs jedoch der Eigenanteil der Lechstadt um 600.000 Euro an. „Haben wir irgendwo mehr reingebaut, als gefördert wird?“, wollte CSU-Fraktionsvorsitzender Heinz Hipp wissen. Nein, sagte Bürgermeister Paul Iacob (SPD), was nicht gefördert wird, ist auch nicht notwendig.“ Die Kostensteigerung beruht zu einem Drittel auf Diskrepanzen bei den Fördersätzen und zu zwei Dritteln auf gestiegene Baukosten, wie Kämmerer Helmut Schuster auf Nachfrage erklärte. Er gingen von 35 Prozent Förderung aus, bekam aber nur 29 Prozent, erklärte er im Ausschuss. „Es stellte sich heraus, dass der ein oder andere Teil nicht so anerkannt wird, wie man sich das vorgestellt hat“, so Schuster. Als Gründe für die gestiegenen Baukosten nannte Stadtbaumeister Theo Fröchtenicht vor allem die Konjunktur. Die ziehe an, was die Preise nach oben treibe. „Für die Fenster hatten wir bei der Ausschreibung zum Beispiel nur einen Anbieter“, gab er an. Der bestimme mangels Konkurrenz den Preis. "Günstiger Kredit" „Zwei Drittel der Ausschreibung liegen hinter uns“, so Fröchtenicht im Stadtrat und man liege ein gutes Stück unter den Planungskosten, wie er gegenüber dem KREISBOTE erklärte, ob es so bleibt werden die ausstehenden Vergaben zeigen. Die ursprüngliche Schätzung vom April vergangenen Jahres war ein Vorentwurf, rechtfertigte sich der Stadtbaumeister im Rat. Zeitnahe Informationen über Änderungen der Kostensituation für die Zukunft forderte Dr. Martin Metzger (BFF), „das erspart uns einen Haufen Ärger und Diskussion“. Für die Finanzierung der gesteigerten Kosten „bekommen wir einen günstigen Kredit“, erklärte Bürgermeister Paul Iacob“, auf Nachfrage von Stadtrat Klaus Keller (FW).

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