So gute Zeiten wie noch nie

Theo Waigel blickt in Pfronten auf die Weltpolitik und diskutiert mit Bürgern

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Bundestagsabgeordnter Stephan Stracke (v.l.) im Gespräch mit dem ehemaligen Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel sowie Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann (alle CSU).

Pfronten – Deutschland habe nie eine bessere Zeit erlebt als jetzt, erklärte Dr. Theo Waigel, Bundesfinanzminister a.D. (CSU), jetzt beim Kamingespräch im Alpenhotel Krone, zu dem Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke (CSU) und CSU-Ortsvorsitzender Dr. Alois Kling eingeladen hatten.

In einer spannenden Rede blickte Waigel auf politische, aber auch private Erfahrungen zurück.

In ihrem Grußwort erinnerte Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann an ein Treffen im Jahr 2013 mit Dr. Helmut Kohl und Dr. Theo Waigel im Burghotel Falkenstein. Eine Begegnung mit zwei bedeutenden Männern der Geschichte, die ihr unvergessen bleibe, so die Rathauschefin.

In seiner spannenden Rede, die die Anwesenden mit großem Interesse verfolgten, blickte Waigel auf politische, aber auch private Erfahrungen zurück. Wichtig war ihm, deutlich zu machen, dass Deutschland nie eine bessere Zeit als heute erlebt hatte. Als Beispiele hierfür nannte er den anhaltenden Frieden, den vergleichsweise hohen Lebensstandard sowie das weit entwickelte Gesundheits- und Bildungssystem. Allerdings müsse man sich unter anderem den aktuellen Herausforderungen wie dem Klimawandel, politischem Extremismus im rechten und linken Spektrum und dem Brexit stellen und gemeinsam Lösungen finden.

Diskussion mit Bürgern

Als überzeugter Europäer und „Vater des Euro“ diskutierte er mit den interessierten Gästen aktuelle Fragen, wie zum Zinsniveau, zu den Präsidenten Trump und Putin sowie zur Landwirtschaft, bevor Bürgermeisterin Michaela Waldmann den konkreten Bezug zu Pfronten vertiefte. Ob es die für die Bürger vorteilhafte Kooperation mit dem Abwasserzweckverband Vils ist, die zu stabilen Abwassergebühren führe oder auch die touristischen Ansätze: „Die Zusammenarbeit mit Tirol gerade im Bereich Wandern und Radfahren ist wichtig und Grenzen werden als solche nicht empfunden“, stellte Waldmann fest.

Wichtige Hilfen

Förderprogramme auf europäischer Ebene würden hier eine wichtige finanzielle Hilfestellung geben, von der auch Pfronten profitiere. Dies gelte für die zahlreichen Leader-Projekte, die in den vergangenen Jahren in Pfronten verwirklicht wurden, meinte die Bürgermeisterin. Von hoher Bedeutung sei auch das Intereg-Projekt, das sich mit der Elektrifizierung der ÖBB-Bahnstrecke bis Pfronten-Steinach befasst. „Der ÖPNV für die Schiene gehört von Kempten bis Reutte und Garmisch gedacht – mittendrin ist Pfronten mit der Umsteigesituation von Diesel- auf E-Lok“, ist sich Waldmann sicher und bewertet dies als ersten Teilerfolg.

kb

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