Mit "tiefer Menschlichkeit" auf Missstände hingewiesen

Der Festakt zur alljährlichen Verleihung der Roten Rose der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, kurz die Rote ASF-Rose, fand dieses Jahr in Hopfen statt. Mit diesem Preis werden anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März Personen, Gruppen oder Institutionen, die sich in besonderer Weise um die Gleichstellung bemühen, ausgezeichnet.

Dank der ASF-Unterbezirksvorsitzenden Ilona Deckwerth wird dieser Preis bereits seit 1998 verliehen. Die Idee der doppelten Preisträgerinnen wurde auch in diesem Jahr weitergeführt. So erhielt Frau Dr. Margarete Mitscherlich die ASF-Rose-Skulptur und die Vorsitzende der ASF Schwaben Heidi Lück das Preisgeld in Höhe von 300 Euro. Die bereits 12. Verleihung erhielt regen Zuspruch und großes Interesse in den Parteien so wie in der Öffentlichkeit. Füssens Erster Bürgermeister Paul Iacob, Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wengert und Heike Krautloher (Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Ostallgäu) leiteten die Veranstaltung mit ihren Grußworten an die Preisträgerin Heidi Lück ein. Dr. Margarete Mitscherlich konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht an der Verleihung teilnehmen, empfing die Nachricht aber mit großer Freude und lud alle Interessierten zu sich nach Frankfurt ein. Die am 17. Juli 1917 geborene Ärztin, Psychoanalytikerin und Autorin war bereits in den 1960er und 1970er Jahren die geistige Vordenkerin der Frauengemeinschaft. In den 1980ern folgten dann Bücher wie z.B. „Die friedfertige Frau“ (1985) und „die Zukunft ist weiblich“ (1987). Damit sprach sie zentrale Themen für Frauen an, die auch 20 Jahre nach der Veröffentlichung nichts an Aktualität und Brisanz verloren haben. Mit der früheren Landtagsabgeordneten Heidi Lück aus Durach bei Kempten wurde das Preisgeld an die langjährige ASF-Schwabenvorsitzende vergeben. Heidi Lück wurde für ihr Lebenswerk als politische Frau geehrt. Als „rote Allgäuer Frontfrau“ engagierte sie sich für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bereits in den 1980er Jahren kämpfte sie für bessere Betreuungsangebote für Kinder. Als Vorbild zeigte sie, wie mit tiefer Menschlichkeit auf Missstände aufmerksam gemacht werden kann und besonders was Frauen erreichen können. Diese Auszeichnung ist für Heidi Lück die Krönung ihrer Arbeit als politisch aktive Frau. Jedoch erinnerte sie auch daran, dass das Ziel Gleichberechtigung noch lange nicht erreicht sei und möchte weiterhin mehr Frauen für die Politik begeistern. Das von Monika Borchert-Bösele überreichte Preisgeld möchte Heidi Lück an das „Haus International“ in Kempten weitergeben. Hier soll das Geld für weitere Unterstützungen in der Frauenarbeit verwendet werden.

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