Tierheim-Sommerfest kommt gut an

Geschafft, aber gutgelaunt sind Sandra, Jenny und Jochen Kaltenbach, Erster Vorstand des Tierheims, nach ihrem ehrenamtlichen Einsatz beim gelungenem Sommerfest. Mit auf dem Bild zu sehen ist Hündin „Melli“. Foto: Lang

Rieden – Gut besucht war am Sonntag das Sommerfest des Tierheims vom Tierschutzverein Füssen und Umgebung in Rieden. Wer wollte, konnte die Hunde und Katzen besuchen oder auf dem Flohmarkt stöbern. Derzeit warten vier Hunde, 13 Katzen und zwei Kaninchen auf ein neues Zuhause.

Aufgestellte Bänke vorm Tierheim sorgten für gemütliche Biergartenatmosphäre, in der sich Interessierte und Tierfreunde zu lebhaften Diskussionen trafen. Auch der neue Vorstand war da und gab Auskunft über das Tierheim, wobei schnell auch viele Geschichten mit den eigenen Tieren erzählt wurden. Das Tierheim Rieden ist ein Gemeinnütziger Verein mit derzeit 369 Mitgliedern auch aus Österreich, der Schweiz und Norddeutschland, der auf ehrenamtliche Mithilfe und Spenden angewiesen ist. 

„Wir hoffen, mehr Jugendliche für unsere Arbeit zu interessieren“, so Schriftführer Otto Bachmann, selbst Hundebesitzer. „Es ist wichtig, dass Jugendliche lernen Verantwortung zu übernehmen. Gerade mit Tieren ist das gut möglich.“ Und Erster Vorstand Jochen Kaltenbach ergänzte: „Aber nicht nur zum Gassi-Führen, Putzen oder Streicheln bräuchten wir Ehrenamtliche, auch für Gartenarbeiten wie Rasenmähen, Äste entsorgen oder Schneeräumen wären wir dankbar.“ Einig waren sich beide, „dass der Einsatz im Tierheim zwar nicht immer nur Spaß macht, aber sinnvoll ist“. Nicht nur traurige Tierschicksale finden in Rieden ihr Übergangszuhause, auch Pensionstiere werden aufgenommen, wie derzeit einer der Hunde, dessen Besitzer im Krankenhaus liegt. 

Wichtige Spenden 

Über Spenden, die das Tierheim dringend braucht, freut sich der Vorstand immer. Dabei geht es nicht nur um Geldspenden, oft sind Sachspenden willkommener. „Seit gestern wissen wir, dass wir genügend Maschendrahtzaun bekommen, um endlich das Auslaufgelände für die Hunde erweitern zu können – so ein Glück!“ freute sich Jochen Kaltenbach. „Und Hilfe beim Wurzelentfernen bekommen wir auch, mit schwerem Gerät“, berichtet Otto Bachmann. Aber auch die Tierarztrechnungen müssen bezahlt werden, für die nicht immer die eigentlich zuständigen Gemeinden aufkommen wollen. 

Riedens Bürgermeister Max Greif ließ es sich nicht nehmen, das Sommerfest zu besuchen. Dabei beklagte er grundsätzlich die Uneinsicht vieler Hundebesitzer, die die Hundehaufen nicht entfernen wollen: „Auf den Gehwegen hat das nix zu suchen! Wir haben genügend Automaten aufgestellt, die das Säubern leicht machen“, betonte er. „Und auf den Weiden hat ein Hund schon gar nix verloren“, waren sich die Anwesenden einig. 

Würstl und Kuchen 

Für das leibliche Wohl der Riedener Tierheim-Besucher war am Sonntag ebenfalls gesorgt: Würstl und Kuchen sowie Getränke gab es genügend, dank den fleißigen Ehrenamtlichen, die die gespendeten Kuchen verkauften. Der Erlös daraus soll wiederum dem Tierheim Rieden zugute kommen. jl

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