Feiern mit Charly, Blacky und Radjah

Ein Herz für Hunde: Der erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Füssen und Umgebung, Jochen Kaltenbach (rechts) mit „Melli“. Foto: Berndt

Rieden am Forggensee – Mit „Blacky" Gassi gehen oder „Radjah" streicheln: Beim nachgeholten Sommerfest des Tierheims Rieden beschäftigten sich die Besucher aber nicht nur mit den Tieren. Auch die Geselligkeit kam bei Kaffee, Kuchen und Musik nicht zu kurz. 

Nicht jeder Hund hat es so gut wie „Jack“. Das Herrchen des fünfjährigen Mischlingsrüden hatte während seines Urlaubs im Allgäu einen Schlaganfall erlitten und deswegen seinen geliebten Vierbeiner im Tierheim in Rieden abgegeben. Nach rund drei Wochen Aufenthalt im Zwinger hat Jack inzwischen seit knapp zwei Monaten ein neues Zuhause in Füssen gefunden. 

Das wird „Charly“ vermutlich nicht mehr erleben. Der 13 Jahre alte Mischlingshund wird nach Auskunft der zweiten Vorsitzenden des Tierschutzvereins Füssen und Umgebung, Sabine Wismath, seinen Lebensabend wohl im Tierheim verbringen, nachdem er bereits dreimal von verschiedenen Besitzern dorthin zurückgegeben worden sei. „Jetzt werden wir ihn wahrscheinlich nicht mehr vermitteln“, erklärt Wismath am Wochenende beim Tierheimfest. 

Der neunjährige Rauhhaardackel „Blacky“ ist hingegen laut der Leiterin des Tierheims, Andrea Flügel, nur vorübergehend „einige Wochen in Pension“ am Forggensee, bis ihn sein Frauchen, das momentan in einer Rehabilitation ist, wieder zu sich nehmen kann. „Blacky“ freute sich dann am Wochenende beim Tierheimfest darüber, dass ihn eine Dame zum Gassi gehen ausführte. 

Die meisten Festbesucher statteten den insgesamt fünf Hunden, 23 Katzen und sechs Hasen, um die sich Andrea Flügel und drei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen kümmern, aber nicht so eine ausgiebige Visite ab. Dagegen schauten sie sich beim Flohmarkt im Keller des Tierheims um und unterhielten sich an langen  Holztischen bei Musik vom Band sowie einem Haferl Kaffee, einem Stück Kuchen oder Würstchen und Bier. 

Auf den ursprünglich geplanten Hundeparcours zum Zuschauen und Mitmachen, den Barbara Sztark aus Halblech mit ihrer Hundeschule „Dreamteam“ vorführen wollte, warteten die Besucher allerdings vergebens. Wegen des schlechten Wetters war das Fest kurzfristig um eine Woche verschoben worden. Deswegen sei es Sztark nicht mehr möglich gewesen, „die anderen Leute und Hunde für den Parcours zu mobilisieren“, weil diese mittlerweile andere Termine gehabt hätten. 

Barbara Sztark demonstrierte dann jedoch, dass sie nicht nur ein Herz für Hunde besitzt. Sie rührte für den knapp ein Jahr alten Kater „Radjah“ ganz kräftig die Werbetrommel, den sie als den „tollsten Kater der Welt“ bezeichnete. lex

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