"Tinte gibt´s im Kaufhaus – Blut nicht"

Dr. Ivo Holzinger, Vorsitzender des BRK-Kreisverbands Unterallgäu und Oberbürgermeister von Memmingen, ehrte rund 130 verdiente Blutspenderinnen und Blutspender aus Schwaben und Oberbayern.

„Spende Blut – rette Leben“ – mehr als 240.000 Menschen aus Bayern folgten im vergangenen Jahr diesem Aufruf und spendeten Blut zugunsten Kranker und Verletzter. Am Montag, dem 26. Januar 2009, ehrte Dr. Ivo Holzinger, Vorsitzender des BRK-Kreisverbands Unterallgäu und Oberbürgermeister von Memmingen, rund 130 besonders engagierte Blutspenderinnen und Blutspender mit der Ehrennadel und der Ehrenplakette des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD). Diese Spender und Spenderinnen haben bereits mehr als 75, 100, 125 und 150 Mal ihr Blut gegeben. Für diesen jahrzehntelangen Einsatz zum Wohl anderer Menschen bedankte sich der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes im Forum in Mindelheim. „Die Auszeichnung ist ein Dankeschön für Ihre selbstlose Hilfe für Verletzte und Kranke. Ich bitte Sie, machen Sie weiter“, sagte Dr. Holzinger bei der Ehrung. Georg Götz, Kaufmännischer Geschäftsführer des Blutspendedienstes, ergänzte: „Wir sind stolz und glücklich, unsere zuverlässigsten Spender und Spenderinnen auszeichnen zu dürfen. Sie sind es, die es dem Blutspendedienst des BRK ermöglichen, über 80 Prozent des Bedarfs an Blutpräparaten in Bayern zu decken.“ „Mit Ihrer regelmäßigen Blutspende sichern Sie darüber hinaus auch den hohen Stand an medizinischer Versorgung in Bayern“, betonte Götz. Redner bei der Ehrung: Georg Götz, Kaufmännischer Geschäftsführer des BRK-Blutspendedienstes Martin Pflaum, Ltd. Abteilungsdirektor der Regierung Schwaben Werner Birkle, stv. Landrat des Landkreises Unterallgäu, Dr. Stephan Winter, Erster Bürgermeister von Mindelheim undDr. Ivo Holzinger, Vorsitzender des BRK-Kreisverbands Unterallgäu. „Regelmäßig und über Jahrzehnte nehmen Sie an den Blutspendeterminen des BSD teil und das freiwillig und unentgeltlich. Sie sehen das als Ihre Bürgerpflicht und das verdient höchste Anerkennung“, lobte Dr. Holzinger in seiner Rede die rund 130 Spender aus den Landkreisen Unterallgäu, Augsburg-Land, Günzburg, Lindau, Neu-Ulm, Oberallgäu, Ostallgäu, Bad Tölz/Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Lands-berg/Lech, Weilheim-Schongau und Stammspender aus München. „An mittlerweile rund 5.000 Blutspendeterminen trafen sich die Blutspenderinnen und Blutspender des BSD 2008 in Bayern, um entsprechend dem Rot-Kreuz-Grundsatz 'Menschlichkeit’ ihr gesundes Blut kranken Menschen zur Verfügung zu stellen. Dabei – und in unseren Instituten – wurden insgesamt 533.951 Blutspenden geleistet“, sagte der Geschäftsführer des BSD anlässlich der Ehrung. Martin Pflaum, Ltd. Abteilungsdirektor und Leiter des Bereichs „Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz“ der Regierung von Schwaben: „Blut spenden heißt Leben spenden. Blutspenden retten Menschenleben. Jeder von uns kann durch Krankheit oder Unfall auf das Blut anderer Menschen angewiesen sein. "Tinte gibt’s im Kaufhaus – Blut nicht", so lautete ein Slogan aus einer DRK-Kampagne. Dieser Slogan bringt es ganz genau auf den Punkt.“ „Sie helfen ohne große Worte. Sie handeln uneigennützig. Sie spenden Blut, ohne zu wissen, wem Sie helfen. Den unmittelbaren Dank des Empfängers bekommen Sie nicht. Er erhält das Blut wie eine Infusion. Er wird dies nicht unbedingt als Organspende empfinden und er kann nicht wissen, von wem das Blut stammt“, ergänzte Pflaum. „Wenn jemand wie Sie freiwillig und unentgeltlich 75, 100, 125 oder gar 150 Mal sein Blut für verletzte und kranke Mitbürger gespendet hat, verdient dies nicht nur unsere größte Hochachtung und Anerkennung, sondern es ist auch als ein beispielhafter Dienst am Mitmenschen zu bezeichnen“, sagte Werner Birkle, stv. Landrat des Landkreises Unterallgäu und Bürgermeister von Buxheim und ergänzte: „Sie retten mit Ihrem Blut jährlich hunderte, wenn nicht tausende von Menschenleben, und wenn dies auch anonym geschieht, so können Sie sich dessen sicher sein, dass die Empfänger der Blutkonserve der Spenderin oder dem Spender undenklich dankbar sind.“ Dr. Stephan Winter, Erster Bürgermeister von Mindelheim, lobte in seinen Grußworten die Geehrten: „Kleine Tat – große Wirkung. Wenn dieser Sachverhalt irgendwo stimmt, dann ganz gewiss beim Blutspenden.“ „Denn Blut zu spenden dauert nicht lange, rettet aber Leben. Wir machen uns über unser Blut wenig Gedanken, denn normalerweise gleicht der Körper kleinere Blutverluste aus, ohne dass wir davon etwas merken. Anders jedoch bei schlimmen Verletzungen oder komplizierten Operationen, dann schafft der Körper den Ausgleich nicht mehr allein. Dann braucht er zusätzliches Blut von außen. Nur gibt es dies nicht einfach in der nächsten Apotheke oder im Internet. Blut kann man nicht einfach herstellen wie ein Tablette; Blut kann man nicht einfach auffüllen wie einen leeren Wasserspender“, ergänzte Dr. Winter anerkennend. Besonderer Dank seitens aller Redner galt auch den rund 18.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des BRK. „Mit mehr als 270.000 ehrenamtlichen Einsatzstunden unterstützten Sie die Teams des mobilen Blutspendedienstes des BSD bei ihren rund 5.000 Blutspendeterminen im Jahr 2008. Ohne Sie könnten die vielen Blutspendetermine in Bayern in dieser Form nicht stattfinden“, bedankte sich Georg Götz bei den Rotkreuzlern. Auf jeder Blutspenderehrung wird bereits im dritten Jahr zugunsten der zweifelsohne verdienten Blutspender dreimal ein Wellness-Wochenende in der Rottal Terme Bad Birnbach verlost. In Mindelheim freuten sich Rolf Koch aus Berkheim, Dietmar Spiegel aus Senden und Elisabeth Röck aus Wiggenbach über die glückliche Hand des BRK-Kreisvorsitzenden Dr. Ivo Holzinger, der diese Verlosung vornahmen.

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