Immerhin besser als erwartet

Tirol verzeichnet im Juli deutlichen Rückgang bei Tourismuszahlen

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Symbolbild

Tirol – Mit über 1,1 Millionen Ankünften und knapp fünf Millionen Nächtigungen im Juli 2020 hat das Land Tirol aufgrund der Corona-Pandemie deutlich weniger Touristen verzeichnet als noch 2019. Das gibt jetzt die Tiroler Landesregierung bekannt.

So gingen die Gästeankünfte im Vergleich zum Vorjahr um 22,9 Prozent (Juli 2019: 1,4 Millionen) zurück und die Nächtigungen um 14,4 Prozent (Juli 2019: 5,6 Millionen). Dennoch sei das Land auf einem guten Kurs, meint die Landesregierung.

„Die Juli-Zahlen sind höchst erfreulich und belegen, dass das Vertrauen in Tirol als Urlaubsdestination weiterhin vorhanden ist”, zeigte sich Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) mit den aktuellen Tourismuszahlen zufrieden. Mit den Maßnahmen, die das Land Tirol aufgrund der Corona-Pandemie ergriffen hat, um Gäste und Einheimische vor einer Infektion zu schützen, könnten die Touristen, „erholsame und vor allem sichere Urlaubstage in Tirol verbringen“, sagte Platter. „In Tirol verläuft die Sommersaison bis dato besser als erwartet. Dazu trägt nicht nur das insgesamt hervorragende touristische Angebot in unserem Land bei: Es sind vor allem auch die Menschen hinter den touristischen Betrieben und Einrichtungen, die sich gemeinsam dafür engagieren, dass Tirol auch in dieser Zeit als starke Tourismusdestination wahrgenommen wird, die durch Natur, Gastfreundschaft und Qualität besticht.“

Starker Rückgang

Die Auslastung sei nachvollziehbarer Weise geringer als in den Vorjahren. So gingen in diesem Sommer die Ankünfte (rund 1,5 Millionen) im Vergleich zu 2019 um mehr als die Hälfte (50,7 Prozent) und die Übernachtungen (rund 6,1 Millionen) um 41,8 Prozent zurück. „Dennoch arbeiten wir in enger Abstimmung mit den Tourismusverbänden, die als wichtiger Partner fungieren, hart daran, den Gästen trotz der derzeitigen Lage ein ansprechendes Urlaubserlebnis zu ermöglichen. Organisatorische Aspekte rund um Sicherheits- und Hygienemaßnahmen verlangen allen zwar einiges ab, sind aber machbar. Das Verständnis der Gäste ist sehr groß. Die Erfahrung zeigt, dass Urlaub mit einem respektvollen Miteinander funktioniert“, sagte Florian Phleps, Geschäftsführer der Tirol Werbung. 

Zudem sei zu beobachten, dass viele Menschen heuer Urlaub im eigenen Land machen – rund 18 Prozent mehr österreichische Gäste wurden gegenüber Juli 2019 verzeichnet: „Wir sehen diese Saison auch als Chance, der Bevölkerung ihre Heimat als Urlaubsdestination mit zahlreichen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten näher zu bringen.“

Städtetourismus leidet

Bei genauerer Betrachtung der aktuellen Tourismusbilanz zeigen sich allerdings Unterschiede: „Während viele Ferienregionen eine angesichts der schwierigen Situation gute Entwicklung verzeichnen, bestätigen die Juli-Zahlen auch die großen Herausforderungen für den Städtetourismus“, machte Phleps deutlich. „Hier macht sich der großflächige Ausfall von internationalen Gästen, Kongressen, Veranstaltungen, fehlenden Fluganbindungen und Gruppenreisen bemerkbar.“

Seit Beginn der Corona-Krise hat Tirol nach Angaben der Landesregierung in den vergangenen drei Wochen rund 27.000 Tests abgewickelt, insgesamt waren es bisher knapp 180.000. Zudem wurden mit den Schwerpunkttests in der Tourismusbranche, die das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus fördert, österreichweit seit Anfang Juli bis jetzt knapp 80.000 Corona-Tests vorgenommen. Die noch vor Salzburg und Kärnten mit Abstand meisten Tests in Tourismusbetrieben – nämlich 22.663 – wurden demnach in Tirol gemacht.

kb

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