Verwalter stellt die Jahresrechnung 2019 des Tiroler Grundbesitzes dem Stadtrat vor

Füssener Hütte: »Stürme haben uns sehr beschäftigt«

Berghütte der Stadt Füssen im Sonnenschein
+
Dank der neuen, größeren Terrasse haben die Pächter der Füssener Hütte während der Corona-Pandemie kaum Verluste gemacht.

Füssen – Das Wetter hat im vergangenen Jahr die Pläne der Stadt Füssen bei der Verwaltung ihres Tiroler Grundbesitzes durcheinander geworfen. Neben Stürmen beschäftigte auch Schneefall die Arbeiter, erklärte Verwalter Thomas Wechner, als er dem Stadtrat die Jahresrechnung 2019 vorstellte und dabei auch auf anstehende Maßnahmen blickte. 

Weil die bisherige Terrasse an der Füssener Hütte baufällig war, hätte bereits im April eine neue – pünktlich zum Saisonstart – errichtet werden sollen. Doch das Wetter im vergangenen Jahr machte diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung. „Im Frühjahr haben wir das nicht machen können, weil relativ viel Schnee lag“, informierte Wechner die Räte. Also wurde der Bau auf den Herbst verschoben – gerade noch rechtzeitig vor Beginn der Corona-Pandemie. Da die neue Terrasse deutlich größer als die bisherige ist, hätten die Pächter durch die Pandemie „so gut wie keine Verluste gemacht“.

Insgesamt hat die Stadt 2019 rund 45.300 Euro in die Hütte investiert, wobei der größte Anteil davon auf den Terrassenneubau fiel. Etwa 4400 Euro musste der Tiroler Grundbesitz für Wegbauten und sogenannte andere Bringungsanlagen ausgeben. Das meiste davon machten aber die Schneeräumarbeiten zur Füssener Hütte aus, so Wechner. Rund 12.400 Euro gingen im vergangenen Jahr für die Verwaltung und die Waldaufsicht drauf.

„Stürme haben uns sehr beschäftigt“, meinte Wechner. Dadurch seien im Raintal 501,5 fm Holz zu Schaden gekommen. Damit hätte der Tiroler Grundbesitz bereits den Hebesatz für die kommenden zwei Jahre erreicht. Deshalb stünden im kommenden Jahr auch Aufforstungsarbeiten an. Durch den Holzverkauf habe der Tiroler Grundbesitz rund 8600 Euro eingenommen.

Die meisten Einnahmen erzielte er aber durch seine Pacht und Nebennutzungen ( rund 62.700 Euro). Diese fielen im vergangenen Jahr aufgrund einer Grundnutzungsvereinbarung mit dem Elektrizitätswerk, das wegen einer Trafostation neue Kabel verlegen musste, um ca. 11.000 Euro höher aus als die Jahre zuvor. Daneben nahm der Tiroler Grundbesitz rund 2000 Euro durch DAV-Verträge und Kostenrückersätze sowie rund 1900 Euro durch bestehende Verträge für Alpen und Weiden ein. So verzeichnete der Tiroler Grundbesitz im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 11.500 Euro.

Wie denn der Zustand der Prischhütte sei, wollte Christoph Weisenbach (CSU) anschließend wissen. Diese sei im sehr guten Zustand, erwiderte Wechner. Hier hätte der Tiroler Grundbesitz keine Ausgaben, weil der Pächter sie erhalten müsse.

Bessere Erschließung

Installations- und Heizungsarbeiten stehen in naher Zukunft allerdings in der Füssener Hütte an. Hier rechnet der Verwalter mit Kosten von um die 50.000 Euro. Derzeit würden Gespräche geführt, welche Möglichkeiten es hier gebe. Im kommenden Jahr sollen dann die entsprechenden Angebote auf dem Tisch liegen. Nach wie vor aktuell sind auch die Pläne für ein Kleinkraftwerk, um das Raintal mit Abwasser- und Stromleitungen zu erschließen. Insgesamt stünden die Zeichen dafür sehr gut, erklärte der Verwalter.

Bis Ende Oktober will sich nun auch der Deutsche Alpenverein, dessen Sektionen Augsburg und Friedberg hier Hütten betreiben, dazu äußern. Insgesamt sei die Wasserversorgung dort oben aber gesichert, beantwortete er Niko Schultes (FÜS-Land) Frage. Neben einem Hochbehälter gebe es auch zwei Quellen mit „sehr guter Schüttung“. „Eine Heizung brauchts da oben“, meinte Schulte zur Füssener Hütte. Er lobte, dass hier in den vergangenen Jahren immer wieder investiert wurde. „Das ist es wert.“

kk

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona im Ostallgäu: Inzidenzwert in Kaufbeuren steigt deutlich über 50, im Landkreis auf über 30
Corona im Ostallgäu: Inzidenzwert in Kaufbeuren steigt deutlich über 50, im Landkreis auf über 30
Audi in der Von-Freyberg-Straße zerkratzt
Audi in der Von-Freyberg-Straße zerkratzt
Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: Kaufbeurer Inzidenz steigt wieder – Wert im Landkreis sinkt
Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: Kaufbeurer Inzidenz steigt wieder – Wert im Landkreis sinkt
»Fehler der Vergangenheit vermeiden«
»Fehler der Vergangenheit vermeiden«

Kommentare