Lohnende Investitionen

Füssener Hütte wird auf Vordermann gebracht

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Malerisch liegt die Füssener Hütte Ende September auf rund 1500 Metern im Raintal. Mittlerweile hat sie eine neue Terrasse bekommen.

Füssen/Musau – Zu den zahlreichen Besonderheiten der Stadt Füssen gehört sicherlich auch ihr ausgedehnter Grundbesitz auf österreichischem Boden und die Füssener Hütte im Tiroler Raintal.

Besonders letztere ist weit über die heimische Region hinaus bei Wanderern und Bergsteigern bekannt. Nach Jahren des Zehrens an der Substanz soll das beliebte Wanderziel seit zwei, drei Jahren Schritt für Schritt auf Vordermann gebracht werden, wie Thomas Wechner, Verwalter des Tiroler Grundbesitzes der Stadt, am Dienstagabend im Stadtrat erläuterte. 

Doch dabei läuft nicht immer alles nach Plan. So sollte die malerisch auf 1550 Metern im Raintal gelegene Hütte bereits im Frühjahr vor der Wandersaison eine neue Terrasse bekommen, berichtete Wechner den Stadträten. Doch weil bis ins Frühjahr hinein hoher Schnee das Tal blockierte, konnten die Arbeiten nicht vor Beginn der Saison in Angriff genommen werden. 

Daher sei die alte Terrasse erst im Anschluss an die Saison Mitte Oktober abgerissen und durch eine neue ersetzt worden. „Sie ist mit der Zeit einfach baufällig geworden“, erklärte der Verwalter. Bei den Arbeiten von Mitte bis Ende Oktober sei unter anderem ein neues Fundament angebracht und eine neue Holzkonstruktion errichtet worden. Die noch erforderlichen Restarbeiten sollen im kommenden Jahr, sobald es das Wetter zulässt, vorgenommen werden. 

Bereits 2018 hatte die Hütte neue Toiletten und Duschen erhalten, berichtete Wechner. Die Gesamtinvestitionen in die Füssener Hütte beliefen sich im vergangenen Jahr auf knapp 46.000 Euro.

 Neue Heizung 

Auch im kommenden Jahr soll in die bei Einheimischen und Auswärtigen gleichermaßen beliebte Hütte kräftig investiert werden, kündigte Wechner an.

So ist geplant, eine neue Heizungsanlage zu installieren. Die derzeitige sei etwa 30 Jahre alt und werde noch mit Holz betrieben. Im Frühjahr wolle man sich die Anlage daher genauer anschauen und ein Konzept in Absprache mit den Pächtern erstellen. Die Umsetzung soll schließlich im Herbst nach der Saison erfolgen. 

Lob von Schulte

Für Füssens Kämmerer Marcus Eckert sind das allerdings schlechte Neuigkeiten: Denn statt Geld in die Stadtkasse zu überweisen, wird der Tiroler Grundbesitz seine Einnahmen in die Hütte reinvestieren. „Wir brauchen das Geld dringend auf der Hütte droben!“, betonte Wechner, der rund 40.000 Euro an Investitionen in das Gebäude veranschlagt hat.

Die Füssener Stadträte äußerten gegen die Pläne Wechners keine Einwände. Im Gegenteil: „Dieses Kleinod zu erhalten, ist ganz wichtig“, appellierte Zweiter Bürgermeister Niko Schulte (CSU), der die Sitzung für den Urlaub machenden Bürgermeister Paul Iacob (SPD) leitete. Daher sei er froh, dass Wechner die Modernisierung der Hütte angehe. Lob gab es von Schulte auch für die Pächter Melanie Kerpf und Matthias Nack, die die Hütte seit Frühjahr 2017 betreiben. „Da haben wir einen Glücksgriff gemacht!“, so Niko Schulte.

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