13.000 zurückgeschickte Fahrzeuge allein in Reutte

Tirol: Fahrverbote auch im Winter

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Um vor allem im Sommer dem Stau auf der Fernpassstraße zu entgehen, weichen viele Autofahrer auf die umliegenden Straßen aus. Doch damit ist seit der Einführung der Fahrverbote Schluss. Allein im Bezirk Reutte wurden seit Anfang Juli ca. 13.000 Fahrzeuge wieder zurück auf die Fernpassstraße geschickt.

Meran/Reutte – Die Fahrverbote für den Ausweichverkehr entlang der Transitstrecke, die seit Anfang Juli auch für Reutte und Vils gelten, weitet die Tiroler Landesregierung nun auch auf die Skisaison aus.

Das gab Landeshauptmann Günther Platter jetzt während der Regierungsklausur in Meran bekannt. „Wenn Reise- und Güterverkehr auf Skitourismus und Schnee treffen, dann sind die Risiken für einen Verkehrskollaps in betroffenen Gemeinden enorm. Dem greifen wir nun vor”, sagte Platter. Seine Stellvertreterin Ingrid Felipe, die für den Verkehr zuständig ist, erklärte: „Unsere Expertinnen und Experten sind bereits damit beauftragt, ein entsprechendes Konzept auszuarbeiten. In welchen Bereichen die Fahrverbote im Winter zielführend sind und in welchen Zeiträumen diese gelten werden, ist Gegenstand der Analyse.“ 

Anfang Juli hatte die Tiroler Landesregierung die Fahrverbote für Ausweichverkehr entlang der Transitstrecken unter anderem für den Talkessel von Reutte erweitert. Wer seitdem über den Fernpass in den Süden fahren, aber dem Dauerstau auf der Fernpassstraße entgehen will, wird von Samstag, 7 Uhr, bis Sonntag, 19 Uhr, an den Abfahrten Vils und Reutte-Nord wieder auf die Fernpassstraße zurückgeschickt. Seit Anfang Juli waren das im Bezirk Reutte ca. 13.000 Fahrzeuge, so die Landesregierung. „Die Fahrverbote auf dem niederrangigen Straßennetz sind der richtige Weg, um die Verkehrs- und Versorgungssicherheit in den betroffenen Gemeinden aufrecht zu erhalten”, ist Platter überzeugt. 

„Um eine intensive und lückenlose Überwachung an den Kontrollpunkten zu gewährleisten und zugleich auch die Exekutive zu entlasten, werden seit Mitte Juli unterstützend beeidete Straßenaufsichtsorgane eingesetzt. In Zusammenarbeit werden die Fahrverbote effektiv kontrolliert“, so Platter weiter. Damit diese auch im kommenden Halbjahr den Verkehr kontrollieren können, hat die Tiroler Landesregierung auf den gemeinsamen Antrag von Platter und Felipe die Finanzierung dafür abgesegnet. Die beeideten Straßenaufsichtsorgane überwachen die Einhaltung der Fahrverbote für den Ausweichverkehr in Reutte, Kufstein und im Großraum Innsbruck sowie auch jene für Lkw bei den Autobahnabfahrten in Fritzens/Wattens und Innsbruck Süd. 

Lkw-Fahrverbote kontrollieren

Dafür stellt die Landeregierung rund 81.500 Euro zur Verfügung. Damit sei die Finanzierung der Fahrverbotskontrollen bis Januar 2020 gesichert. „Seit Ende Juni wurden beinahe 20.000 Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker zurückgewiesen, was zeigt, wie sehr die Exekutive und die Straßenaufsichtsorgane gefordert sind”, sagte Felipe. Mit dem Geld sollen auch die Kontrolleure finanziert werden, die die LKW-Fahrverbote zur Vermeidung von Tanktourismus im Bereich der Autobahnabfahrten Fritzens/Wattens und Innsbruck Süd kontrollieren. Auch dort werden laut der Landesregierung ab 1. Oktober an mehr als 70 Tagen Straßenaufsichtsorgane eingesetzt.

kb

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