Info-Veranstaltung im Außerfern

Höhere Wohnbauförderung für das Außerfern

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Stellen die Neuerungen bei der Wohnbauförderung vor: Tigewosi-Geschäftsführer Franz Mariacher (v.l.), die Wohnbau-Landesrätin Beate Palfrader, Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf und Otto Flatscher, Abteilungsvorstand WBF.

Breitenwang/Außerfern – Unter dem Motto „Tirol Zuhause – Neuerungen der Tiroler Wohnbauförderung“ lud WohnbauLandesrätin Beate Palfrader im Rahmen einer Tirol weiten Bezirkstour zu einer Informationsveranstaltung zu aktuellen Vorhaben im Bereich der Wohnbauförderung nach Breitenwang ein.

„Das Land Tirol investiert dieses Jahr 328 Millionen Euro an Unterstützungsleistungen für das Wohnen – das sind fast 900.000 Euro pro Tag“, sagte Palfrader. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Information über die neue Wohnbauförderung, das „Fünf-Euro-Wohnen“, die neu gestaltete Mietunterstützung sowie die Verlängerung der Sanierungsoffensive.

Neben Palfrader erläuterte BH Katharina Rumpf die Wohnsituation im Bezirk Reutte: „Leistbares Wohnen ist im Bezirk Reutte, vor allem für junge Familien, ein wichtiges Thema. Dies betrifft nicht nur den Zentralraum von Reutte, sondern auch unsere Talschaften“, sagte sie. „Daher ist die Offensive des Landes Tirol für leistbares Wohnen für die Menschen im Außerfern von besonderer Bedeutung.“

In zahlreichen Bezirken wurden bereits „Fünf-Euro-Wohnprojekte“ umgesetzt. Weitere sind in Planung. „Wir schaffen dadurch erschwinglichen Wohnraum, was für junge Familien besonders wichtig ist“, betonte die Landesrätin. Kurz vor der Informationsveranstaltung hatte eine Konferenz für die Bürgermeister des Bezirks stattgefunden. „Wir wollen den Gemeindevertreterinnen und -vertretern erläutern, dass die Vorgabe einer Fünf-Euro-Bruttomiete pro Quadratmeter und Monat in der Praxis gelingt“, erklärte Palfrader. 

Ausschlag gebend dafür sei, dass Gemeinden, gemeinnützige Bauträger und die Wohnbauförderung zusammenwirken. Detailliert berichtete die Politikerin über die Änderungen in der Wohnbauförderung, die seit Jänner in Kraft sind. So wurden die Mietunterstützungen, aber auch die Wohnbauförderung kräftig angehoben. Darüber hinaus informierte die Wohnbaulandesrätin über vier gerade beschlossene Neuerungen: „Erstens wurden die Einkommensgrenzen angehoben, damit mehr Menschen in den Genuss der Wohnbauförderung kommen. 

Des Weiteren wurde die Förderung beim Bau eines Eigenheims von 39.000 Euro auf 45.000 Euro kräftig angehoben.“ Völlig neu seien die Extra-Zuschüsse für Kleinbauvorhaben bis zwölf Wohneinheiten in ganz Tirol. Ebenfalls aus der Taufe gehoben wurde eine neue Wohnbauförderung für ländliche Gemeinden. 80 Tiroler Gemeinden seien davon begünstigt, alleine 21 davon im Außerfern. Bauvorhaben würden mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss zusätzlich unterstützt. „Damit wollen wir ländliche Gemeinden stärken und gleichzeitig der Abwanderung in die Zentralräume entgegenwirken“, erklärte die Landesrätin. 

Auch die Errichtung von Alten- und Pflegeheimplätzen werde im Rahmen der Wohnbauförderung massiv erleichtert, da die Unterstützung für die betreibenden Gemeinden spürbar erhöht werden soll. 

Dreifache Belohnung

Der „Renner“ der vergangenen Jahre, die einkommensunabhängige Sanierungsoffensive, erfreue sich auch heuer wieder großer Beliebtheit. Palfrader kündigt an: „Wir werden uns überlegen, was wir im Bereich der Sanierung noch besser machen können. Das wird Anfang nächsten Jahres in Kraft treten.“ 

Weitere Details rund um Sanierung und Energieeinsparung erläuterte Bruno Oberhuber, Geschäftsführer der „Energie Tirol“: „Das Bedürfnis nach einem Zuhause, das den eigenen Vorstellungen entspricht, spielt im Leben vieler Tirolerinnen und Tiroler eine zentrale Rolle“, sagte er. „Nicht allein deshalb liegt in den privaten Haushalten ungeheures Potenzial für die Erreichung von TIROL 2050 energieautonom. Und wer energieeffizient baut, wird dreifach belohnt: mit dem Förderbonus des Landes, reduzierten Energie- und Heizungskosten sowie erhöhtem Wohnkomfort.“ 

"Motor für Wirtschaft"

Die Gemeinnützigen Bauträger in Tirol stellen der Bevölkerung günstigen Wohnraum zur Verfügung. Die Gemeinnützigen begrüßen die Maßnahmen des Landes Tirol um leistbaren Wohnraum zu schaffen. Obmann Franz Mariacher dazu: „Die Gemeinnützigen investieren heuer wieder über 300 Millionen Euro in den geförderten Wohnbau. Neben dem Neubau wird auch stark in die Sanierung bestehender Objekte investiert“, berichtete er. „So sind wir ein wichtiger Motor für die Wirtschaft.“ 

Wichtig sei, dass, wie im Maßnahmenpaket enthalten, an vielen Stellschrauben gedreht werde, damit das gemeinsame Ziel, leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, erreicht werden könne. „Eine große Herausforderung stellt, neben den derzeit der guten Konjunktur geschuldeten hohen Baukosten, die Beschaffung von günstigen Grundstücken dar.“

kb

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