Schwerer Sturm und Orkanböen

Sturmtief wütet ab heute Abend am Alpennordrand

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Ein Sturmtief erreicht Tirol. Es soll unter anderem im Bezirk Reutte wüten.

Füssen/Reutte - Im Laufe des heutigen Abends bzw. späten Nachmittags soll ein Sturmtief am Alpennordrand eintreffen und in der Nacht von West nach Ost durchziehen. Davor warnt der Deutsche Wetterdienst und die Tiroler Landesregierung. Davon betroffen ist auch der Raum Füssen und der Bezirk Reutte. 

Der Deutsche Wetterdienst warnt ab 17 Uhr vor orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten bis 115 km/h (32m/s, 63kn, Bft 11), die aus westlicher Richtung über das südliche Bayern hinwegfegen werden. Davon betroffen ist auch das Allgäu und das Außerfern. Mit kurzzeitigem schweren Sturm und Orkanböen müssen auch der nördliche Teil des Bezirks Imst, das Inntal zwischen Telfs und Kufstein sowie alle Gebiete nördlich davon rechnen. Bereits am frühen Freitagmorgen soll das Tief wieder abziehen. Das Wetter soll sich dann rasch beruhigen. 

Mit der Annäherung des Sturmtiefs aus Westen wird laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ab dem späten Nachmittag der Westwind stürmisch auffrischen und in den Abendstunden bis in die zweite Nachthälfte hinein in den Tälern der nördlichen Tiroler Landesteile Windspitzen von 120 km/h erreichen. Auf den Bergen liegen die Windspitzen bei 120 km/h, gegen Süden zu bei 80 km/h. 

In der zweiten Nachthälfte lässt der Sturm von West nach Ost nach, die Windspitzen liegen dann bei 80 km/h. Freitagvormittag flaut der Wind ab. 

Warnhinweise beachten 

Menschen sollen in dieser Zeit den Aufenthalt in Wäldern, Parks mit Bäumen und Alleen genauso meiden wie jegliche Outdoor-Aktivitäten – es besteht die Gefahr durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste. Eventuelle Anweisungen der Behörden sind gegebenenfalls zu beachten. 

Der Landesforstdienst Tirol ist nach Angaben der Tiroler Landesregierung auf den Sturm und seine Auswirkungen  vorbereitet. 

Der heftige, böige Wind kann Schäden an Gebäuden verursachen, etwa durch abgetragene Dach- und Fassadenteile. Passanten sollen außerdem auf umherfliegenden Teile von Plakatwänden, Baugerüsten oder Dächern achten. Umgestürzte Bäume oder abgerissene Äste können Straßen verlegen, Stromleitungen beschädigen oder Schienenwege unpassierbar machen. Auch können Beeinträchtigungen der Infrastruktur wie bei der Energieversorgung oder Telekommunikation auftreten. Bewegliche Gegenstände im Freien wie etwa in Gärten, auf Terrassen oder Balkonen, sollten entsprechend gesichert werden.

kb

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