Tiroler Polizei gibt Tipps für die dunkle Jahreszeit

So haben Einbrecher keine Chance

+
Die Tiroler Polizei gibt Tipps, wie Einbrechern das Leben schwer gemacht werden kann.

Außerfern – Die Nächte werden wieder länger und damit steigen die Chancen für Einbrecher. Die Tiroler Polizei gibt deshalb jetzt wichtige Tipps, wie man sich gegen ungebetenen Besuch schützen kann.

Sogenannte Dämmerungseinbrecher schlagen in der Zeit von November bis Jänner meist zwischen 16 und 21 Uhr zu. Zu den Tatorten zählen in der Regel Wohnungen und Wohnhäuser, die gut an Hauptverkehrsrouten angebunden sind und eine rasche Flucht ermöglichen. Auch Siedlungsgebiete mit schwer einsehbaren Grundstücken und ebenerdig gelegene Wohnungen stehen den Erfahrungen der Tiroler Beamten zufolge im Fokus. 

Die Täter zwängen dabei Terrassentüren auf oder versuchen über zum Garten gelegene Fenster, Türen oder Kellerzugänge in die Wohnung einzudringen. Dabei nutzen sie meist einfache Hilfsmittel und brechen mit Schraubenzieher oder einer Zange schlecht gesicherte Türen oder Fenster auf.

Auch diesen Herbst und Winter hat sich die Tiroler Polizei auf dieses Phänomen eingestellt und will nach eigenen Angaben konsequent dagegen vorgehen. Vernetzte Analysemethoden, rasche Fahndungsmaßnahmen und Ermittlungen sowie Schwerpunkte beim Streifendienst stehen im Mittelpunkt, teilt das LKA Tirol mit. Ein besonderes Augenmerk werde auch heuer wieder auf Prävention und den Kontakt mit der Bevölkerung gelegt. Denn durch eigene, meist einfache Sicherungsmaßnahmen, können Einbrecher abgeschreckt werden. 

Das bestätigten auch die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik: Bei 40 Prozent aller Wohnraumeinbrüche im vergangenen Jahr – das sind fast 5200 angezeigte Fälle – blieb es beim Versuch. Dem Täter gelang es also nicht, die Tat zu vollenden und Diebesgut zu stehlen. 

Wichtig sei außerdem eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe. Eine Vertrauensperson, die bei Abwesenheit nach dem Rechten sieht und den Postkasten entleert, leiste ebenfalls wertvolle Dienste. Die Polizei will die Menschen aber auch dazu motivieren, sie bei verdächtigen Beobachtungen zu alarmieren. Niemand solle sich scheuen die nächste Polizeidienststelle zu kontaktieren oder im Notfall 133 zu wählen. 

Weitere Tipps der Kriminalprävention sind: 

• Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind sehr wichtig. Zusammenhalt schreckt Täter ab. 

• Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit. Leeren Sie Briefkästen und beseitigen Sie Werbematerial. 

• Schließen Sie Fenster, Terrassen- und Balkontüren. 

• Vermeiden Sie Sichtschutz, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht. 

• Räumen Sie weg, was Einbrecher leicht nützen können. 

• Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren und installieren Sie eine Außenbeleuchtung. 

• Sichern Sie Terrassentüren und lassen Sie nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen. 

Weitere Tipps gibt es bei den Spezialisten der Kriminalprävention unter der Telefonnummer 059/133 zur Verfügung.

kb

Auch interessant

Meistgelesen

Video
Parkettböden - Wohngefühl und Lebensqualität
Parkettböden - Wohngefühl und Lebensqualität
"Ein unzumutbarer Zustand"
"Ein unzumutbarer Zustand"
"Lotterie für die Stadt Füssen"
"Lotterie für die Stadt Füssen"
Ab jetzt wird geblitzt
Ab jetzt wird geblitzt

Kommentare