Tirols vorerst letztes Großprojekt

Die Ortsumfahrung um die Tiroler Gemeinde Heiterwang ist am vergangenen Mittwoch feierlich eingeweiht worden: Diplomingenieur Robert Müller (v.l.), Altbürgermeister Rudolph Fröhlich, Bürgermeisterin Beate Reichel, Landehauptmannstellvertreter Anton Steixner, sein Vorgänger Ferdinand Eberle sowie Hofrat Herbert Biasi durchtrennten gemeinsam das Band.

Etwas schneller, dafür aber sehr viel sicherer ist der Weg in Richtung Süden geworden. Seit gestern stehen die Ampeln an der Ortsumfahrung Heiterwang offiziell auf Grün. Im Beisein der Projektbeteiligten Firmen und Ingenieure eröffneten die politischen Vertreter die Strecke. Mit zwei Tunnels und drei Brücken ist es allerdings auf absehbare Zeit das letzte derartige Großprojekt in Tirol und dem Außerfern. Dafür gibt es ab sofort zwischen der Grenze zu Deutschland und dem Fernpass keine Gemeinde mehr, durch die der Verkehr rollt.

Die Umfahrung Heiterwang werde auf absehbare Zeit das letzte Projekt dieser Größe sein, konstatierte Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner. Fast 32 Millionen Euro seien eine gewaltige Investition im ländlichen Bereich, aber: „Heiterwang hat diese Umfahrung verdient“. Ziemlich genau drei Jahre nach dem Spatenstich wurde die Straße gestern von Steixner sowie seinen Amtsvorgänger Ferdinand Eberle, der dieses Projekt 2002 mit auf den Weg gebracht hatte, an die Autofahrer übergeben. Nach einem halben Jahrhundert mit einer der am stärksten frequentierten Bundesstraßen im Außerfern wurde nun eine kreuzungsfreie, lawinensichere und auch den Belangen des Natur- und Umweltschutzes gerecht werdende Umfahrung fertig, wie die Vertreter aus dem Bauamt in Innsbruck bescheinigten. Dafür, so der Ingenieur Robert Müller, habe man rund eine Viertelmillion Kubikmeter Erde weggeschafft und an anderer Stelle wieder eingebaut, 35000 Quadratmeter Fläche asphaltiert und 25000 Kubikmeter Beton verbaut. Damit entstanden zwei Fahrzeugbrücken und die neue Eisenbahnbrücke sowie zwei Straßentunnels, die nun auch noch den Lawinenstrich von Heiterwang entschärfen. Anton Steixner war besonders stolz darauf, dass es weder zu Unfällen beim Bau kam, noch dass die Kosten überzogen wurden. „Wir wussten schließlich vorher, was es kostet“, erklärte der Landeshauptmannstellvertreter.

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