Nach 24 Jahren hört Kassier Ludwig Knoll bei den Nesselwanger Imkern auf

Beeindruckende Konstanz

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Der Vorstand: Kassier Alexander Bergner (v.l.), Beisitzer Ludwig Knoll, Zweiter Vorstand Hans Mayr, Erster Vorstand Hans-Toni Hatt, Beisitzer Alois Haug, Schriftführer Wolfgang Huber und Beisitzerin Ramona Martin (Mitte).

Nesselwang – Ein Jahr mit vielen Terminen, so beschrieb der Vorstand der Nesselwanger Imker, Hans-Toni Hatt, das abgelaufene Vereinsjahr bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof „Zum Alten Reichenbach“.

Insgesamt neun Imkerstammtische unter anderem mit Fachvorträgen, mehrere externe Veranstaltungen sowie eine Informationsveranstaltung zu bienenfreundlichen Balkonkästen hatten die Mitglieder organisiert. „Das ist mein letzter“, sagte Ludwig Knoll, als er den Mitgliedern einen positiven Kassenbericht vorlegte. 

Seit 24 Jahren ist er für die Finanzen des Vereins zuständig. Bei den Neuwahlen stellte er sich allerdings nicht mehr für das Amt zur Verfügung. Von den beiden Kassenprüfern Rudi Schmid und Heini Näher erhielt er großes Lob. „Die Bücher waren in all den Jahren immer vorbildlich und ohne Grund zur Beanstandung geführt“, so Näher. 

Die Entlastung erteilten die Anwesenden ohne Gegenstimme. Bürgermeister Franz Erhart, der die turnusgemäßen Neuwahlen leitete, hob die Konstanz in der Vereinsführung hervor. Er würdigte das Engagement des Vereins bei den Veranstaltungen im Ort und dankte der Vorstandschaft für ihren Einsatz. Die Neuwahlen ergaben wenig Änderungen.

So bestätigten die Mitglieder Hans-Toni Hatt als Vorstand und Hans Mayr als seinen Stellvertreter. Für die Finanzen ist künftig Alexander Bergner zuständig. Wolfgang Huber übernimmt weiterhin das Amt des Schriftführers. „Solang Toni Vorstand macht, mach ich auch weiter“, so seine Einschränkung. Als Beisitzer wurden Ramona Martin, Alois Haug und Ludwig Knoll gewählt. 

Davor hatte Hatt das Jahr der Nesselwanger Imker Revue passieren lassen. So informierten die Imker im Frühjahr zusammen mit der Gärtnerei Gruber Hobbygärtner, welche Pflanzen an Haus und auf dem Balkon den größten Nutzen für Bienen und andere Bestäuber haben. „Die Resonanz war sehr gut und es fand großen Anklang“, so Hatt.

Er lobte das Interesse und die Konstanz der Mitglieder bei den Stammtischen. „Im Schnitt waren zehn Mitglieder an den Stammtischen anwesend, bei den Fachvorträgen immer deutlich mehr“. Die 29 aktiven Imkerinnen und Imkern betreuen derzeit 213 Bienenvölker in und um die Ostallgäuer Gemeinde (2015: 177 Völker). Beim Nesselwanger Viehscheid und beim Adventsmarkt waren sie mit einem Verkaufsstand vertreten, an dem sie eigenen Honig und andere Bienenprodukte anboten.

Daneben trugen im Oktober die Mitglieder Rudi Schmid und Heini Näher das Gesteck am Erntedank-Sonntag in die Kirche, das Monika Endras und Helga Mayr gestaltet hatten. Für ihr Engagement und ihre Kreativität bedankte sich der Vorstand bei den beiden Damen. Aber auch beim Kinderferienprogramm Florian des Marktes ist der Verein engagiert. 

So zeigte Werner Richthammer den Kindern und Erwachsenen seine Völker und beantwortete Fragen, die während der Führung aufkamen. „Bei fünf Führungen waren es insgesamt 54 Kinder und Erwachsene, die daran teilgenommen haben“, so Richthammer. „Es ging völlig ohne Stiche bei Beteiligten ab, einschließlich bei mir“, schmunzelte er.

 Er lobte die problemlose Zusammenarbeit mit den Damen und Herren der Tourist-Information, die das Ferienprogramm organisieren. Im Herbst fand außerdem ein Vortrag zur Apitherapie, der medizinischen Verwendung von Bienenprodukten, statt. „Die Veranstaltung war sehr gut besucht“, freute sich Hatt. Die Heilpraktikerin Irmgard Grillenberger, die bereits seit Jahren mit den Bienenprodukten ihre Klienten behandelt, hielt den Vortrag.

hoe

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