"Africa" am Forggensee

"Toto" in Füssen: Spielereien und deftige Powerchords

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Steve Lukather an der E-Gitarre (links) und Sänger Joseph Williams bringen zusammen mit den übrigen Bandmitgliedern mehr auf die Bühne als nur die ganz großen Toto-Hits.
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Steve Lukather an der E-Gitarre (links) und Sänger Joseph Williams bringen zusammen mit den übrigen Bandmitgliedern mehr auf die Bühne als nur die ganz großen Toto-Hits.
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Steve Lukather an der E-Gitarre (links) und Sänger Joseph Williams bringen zusammen mit den übrigen Bandmitgliedern mehr auf die Bühne als nur die ganz großen Toto-Hits.
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Steve Lukather an der E-Gitarre (links) und Sänger Joseph Williams bringen zusammen mit den übrigen Bandmitgliedern mehr auf die Bühne als nur die ganz großen Toto-Hits.
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Steve Lukather an der E-Gitarre (links) und Sänger Joseph Williams bringen zusammen mit den übrigen Bandmitgliedern mehr auf die Bühne als nur die ganz großen Toto-Hits.
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Steve Lukather an der E-Gitarre (links) und Sänger Joseph Williams bringen zusammen mit den übrigen Bandmitgliedern mehr auf die Bühne als nur die ganz großen Toto-Hits.
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Steve Lukather an der E-Gitarre (links) und Sänger Joseph Williams bringen zusammen mit den übrigen Bandmitgliedern mehr auf die Bühne als nur die ganz großen Toto-Hits.
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Steve Lukather an der E-Gitarre (links) und Sänger Joseph Williams bringen zusammen mit den übrigen Bandmitgliedern mehr auf die Bühne als nur die ganz großen Toto-Hits.

Füssen – „Toto“ – das ist Dorothys Hund aus „Der Zauberer von Oz“. Folgt man der Erklärung der Mitglieder der Band „Toto”, so steht ihr Name für „allumfassend“, also viele Stilrichtungen einschließend.

Dementsprechend treten die Grammy-dekorierten Toto-Musiker auf so unterschiedlichen Festivals auf wie dem „Sweden Rock” oder dem „Montreux Jazz Festival”. Bei den „Königswinkel Open Airs” am Forggensee fuhren „Toto“ wie so oft ihre Tour-Allstar-Besetzung auf. Nur einer fehlte wieder einmal: Keyboarder David Paich ist aus gesundheitlichen Gründen zu Hause in Amerika geblieben.

Paichs Fehlen sollte keinen Grund zum Zaudern liefern. Das Publikum hingegen kam nur allmählich und erst bei den wenigen Kassenschlagern in Stimmung. Aber stopp – genau das wollen „Toto” nicht: Dienst nach Vorschrift zu tun. Aus Sorge, unter Oldie-Kapellen-Verdacht zu geraten und ihrem Widerwillen, ausschließlich auf Fan-Applaus zu schielen, gehören zu einem Toto-Gig nicht nur ihre drei ganz großen Hits „Hold the Line“, „Africa“ und „Rosanna“, sondern mit jeder Tour andere, selten bis nie live gehörte Stücke. 

Hierzu zählt in Füssen „Totos” instrumentales Thema zum David-Lynch-Film „Der Wüstenplanet“ oder das verjazzte Kabinettstück „Jake to the Bone“, das die Musiker irrwitzig dehnen und ziehen und immer neue Elemente einbauen mit Steve Lukathers verzwickten Spielereien und deftigen Powerchords an der elektrischen Gitarre. Der Chef im Ring hält die Fäden zusammen. Vereinzelte Balladen rühren an ohne peinlich zu sein. Das Beatles-Cover „While my Guitar gently wheeps“ steht exemplarisch dafür. Der stete Wechsel aus schwebenden und harten Phasen, aus eingängigen Refrains und längeren Instrumental-Passagen lässt gut zwei Stunden nicht eine Sekunde Langeweile aufkommen.

 Dazu trägt auch der mittig eingeschobene semi-akustische Konzertteil bei. Hier darf Warren Ham mit einer beherzten Einlage an der Blues Harp glänzen. Das komplexe und doch homogene Spiel „Totos” begleiten eine feine Lichtshow und ein Sound von für „Open Airs” bestechender Qualität. 

Vater und Sohn

Wie ein Puzzlestück fügt sich die Vorband „ZFG” hinzu; nicht nur, weil die Söhne von Mike Porcaro, der 2015 verstorben ist, und Steve Lukather – Sam und Trev – in der Band spielen. „ZFGs” knackiges Set leitet fließend hinüber zu den alten Männern des Rock. Zu „Africa“ vereinen sich auf der Bühne „ZFG” und „Toto”, Vater und Sohn. Eine große Familienangelegenheit also und am Ende ein in jeder Hinsicht inspirierender, absolut allürenfreier Auftritt von Toto in Höchstform und blendender Spiellaune. Obwohl das Publikum über weite Strecken reserviert reagiert, spiegeln die glücklichen Gesichter der Fans den brillanten Konzertabend.

chr

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