Lex gewinnt Tourenski-Blitz-Challenge

Um 10.18 Uhr starten die ersten Läufer auf die Piste zur 24-Stunden-Challenge an der Rohrkopfhütte. Foto: nis

Schwangau – Trotz der schlechten Schneelage am Tegelberg ist am Sonntag der Startschuss zur zweiten 24-Stunden-Challenge gefallen. Rund 70 Teilnehmer hatten sich für die verkürzte Challenge angemeldet. Die meisten Höhenmeter schaffte am Ende Konrad Lex. Die beste Teilnehmerin war Kathrin Bickel.

Die Organisatoren Hannes Zacherl und Herbert Ott hatten nach Beratungen mit Experten beschlossen, die Challange nicht abzusagen, sondern einigten sich auf eine Zeit- und Strecken-Verkürzung: Statt 24 Stunden nur sechs Stunden und die 1,5 Kilometer-Strecke von der Rohkopfhütte bis zum Tegelberghaus. Damit waren pro Lauf 400 Höhenmeter zu überwinden. Um 10.18 Uhr fiel schließlich der Startschuss für die Einzel- beziehungsweise Zweier- und Vierer-Teams auf Skiern und Schneeschuhen. Die ersten Läufer, darunter auch der Komiker Wigald Boning, liefen auf die gut von den Profis der Tegelbergbahn präparierte Piste. Nach drei Stunden wurden die Bedingungen für die Teilnehmer jedoch schwieriger, waren doch ihre Felle, die nach jeder Abfahrt wieder auf die Skier gebracht werden mussten, nass und klebten nicht mehr. Da war Warten angesagt, bis die Felle wieder trocken waren oder es musste ein neues Paar für den nächsten Aufstieg her. Auch so manche Blase am Fuß stellte sich ein und musste versorgt werden. 

Beste Laune herrschte nicht nur an der Verpflegungsstation der Rohrkopfhütte, wo die Teilnehmer heiße Suppe und Tee, Obst und Energieriegel wie auch Iso-Getränke zur Stärkung zwischen den Aufstiegen bekamen. Auch in der Rohkopfhütte, die zum gemütlichen und warmen Umkleideraum geworden war, erholten sich die Sportler und trockneten ihre nasse Kleidung und Felle vor dem Holzofen inmitten der Hütte. 

Nach exakt sechs Stunden, um 16.18 Uhr beendete Hannes Zacherl die Challenge. Wer noch auf der Piste war, blieb an Ort und Stelle stehen, zählte doch für jeden der Höhenmeter an dem er gerade stand. Wie erwartet schaffte Konrad Lex aus Rottenbuch mit fünfzehn Aufstiegen plus 350 Meter die meisten Höhenmeter vor dem Schwangauer Klaus Alletsee vom 1er-Team Ski-Sport-Luggi, der dreizehn Aufstiege plus 50 Meter zurücklegen konnte. Beste Teilnehmerin war Kathrin Bickel vom 1er-Pinguin-Team aus Friedberg. Sie verbuchte insgesamt neun Aufstiege plus 250 Höhenmeter für sich. 

Nach einem Essen in der Rohrkopfhütte nahmen Hannes Zacherl und Herbert Ott die Siegerehrungen vor, wobei „es eigentlich keinen Sieger gibt, es sind alles Sieger“, so Zacherl, der auch allen Organisatoren wie der Bergwacht, Tegelbergbahn, Familie Erhard Turm vom Schwangauer Hotel Rübezahl und Rohrkopfhüttenwirt Milos Florek und Team für die Unterstützung dankte. „Nächste Jahr werden wir wieder versuchen eine 24-Stunden-Challenge durchzuführen“, versprach der Organisator Zacherl, der selbst an der Challenge teilgenommen hatte.jl

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