Perspektive dringend nötig

Tourismusverband will Betriebe fit für die Zeit nach Corona machen

Radfahrer Alpen Allgäu
+
In der RadReiseRegion Ostallgäu soll nun auch ein Netz an Rundwanderwegen und Ortswanderrouten entstehen. Unter neuer Führung möchte der Tourismusverband Ostallgäu gemeinsam mit seinen Partnern an einer Strategie arbeiten, um die Betriebe auf die Zeit nach Corona vorzubereiten.

Landkreis – Der Tourismusverband Ostallgäu nutzt den Lockdown, um die Gastgeber und Tourismusbetriebe in der Region für die Zeit danach vorzubereiten. „Die Corona-Pandemie hat uns Herausforderungen des Tourismus deutlich aufgezeigt, die zuvor bereits vorhanden waren. Corona hat diese jedoch noch einmal verstärkt“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker als Tourismusverbandsvorsitzende.

Die Corona-Pandemie hat den Tourismus im Ostallgäu fest im Griff und die Branche ächzt. Viele Betriebe sind in ihrer Existenz bedroht. Sebastian Gries, neuer Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ostallgäu, ist am 1. Januar als Nachfolger von Robert Frei unter schweren Voraussetzungen angetreten. Gries und sein Team arbeiten nun intensiv daran, gemeinsam mit Partnern die Tourismusstrategie des Landkreises umzusetzen. „Unser Fokus liegt künftig noch stärker auf nach innen gerichteten Entwicklungsmaßnahmen, um einen erfolgreichen Tourismus und eine hohe Lebensqualität für Einheimische zu sichern", erklärt der Geschäftsführer. Beides gehe Hand in Hand. Eine attraktive Region komme zuallererst den Einheimischen zugute. „Das merken wir während Corona stärker als je zuvor“, sagt Gries. Als beispielhaft zentrale Aufgaben in der touristischen Entwicklung des Ostallgäus nennt er verträgliche Mobilität und gezielte Lenkung von Einheimischen und Gästen, die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten in Landwirtschaft, Handel und Gastronomie sowie die langfristige Gewinnung und Sicherung von Fach- und Arbeitskräften im Tourismus.

Neues Wanderangebot

Mit der Umsetzung des Projektes „Königlich Wandern im Schlosspark“ hat der Tourismusverband ergänzend zur ausgezeichneten RadReiseRegion nun den Startschuss gegeben: Für ein attraktives Netz an Rundwanderwegen und Ortswanderrouten im Ostallgäu gemeinsam mit den örtlichen Touristikern. „Durch die neuen Wanderangebote sollen sensible Räume und touristische Hotspots stärker entlastet und Gäste wie Einheimische gezielt auf attraktive Angebote auch ins nördliche Ostallgäu gelenkt werden“, sagt die Landrätin. Das neue Angebot soll bereits in der kommenden Sommersaison von Einheimischen und Gästen erwandert werden können. Die begleitende Karte „Wandererlebnis – Königlich Wandern im Schlosspark“ ist ab April kostenfrei bei Tourismusverband und Touristinformationen im Ostallgäu erhältlich.

Die ebenfalls neue und eher emotional ansprechende „Sehnsuchtskarte“ ist vor allem eine „Einladung an die Bürgerinnen und Bürger des Ostallgäus, die Schätze ihrer Heimat wieder stärker zu entdecken – auch abseits der bekannten Pfade“, sagt Gries. Doch bis wieder Gäste auch über Nacht ins Ostallgäu kommen können, gibt es für das Team des Tourismusverbands noch alle Hände voll zu tun: Mit der Allgäu GmbH und den Gemeinden des Ostallgäus setzen die Tourismusexperten alle politischen und fachlichen Hebel in Bewegung, um Tourismus schnellstmöglich wieder sicher möglich zu machen. „Gastgewerbe, Handel, Freizeitbetriebe, aber auch die vielen Kleinvermieter, die viel zu oft unerwähnt bleiben, brauchen dringend eine Perspektive“, mahnt Gries im Angesicht der Brisanz für die Tourismusbranche.

kb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: Inzidenzwert für Kaufbeuren sinkt deutlich - Noch drei Intensivbetten frei
Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: Inzidenzwert für Kaufbeuren sinkt deutlich - Noch drei Intensivbetten frei
Nach Schleusungen bei Füssen: Bundespolizei nimmt zwei türkische Schleuser fest
Nach Schleusungen bei Füssen: Bundespolizei nimmt zwei türkische Schleuser fest
Füssen: Teenager bedroht Mann mit Messer
Füssen: Teenager bedroht Mann mit Messer
Corona im Ostallgäu: Inzidenzwert in Kaufbeuren steigt deutlich über 50, im Landkreis auf über 30
Corona im Ostallgäu: Inzidenzwert in Kaufbeuren steigt deutlich über 50, im Landkreis auf über 30

Kommentare