Trainer und Kapitän bleiben

„Eisenschorsch“ Georg Holzmann (rechts) wird auch in der kommenden Saison Trainer des EV Füssen sein. Foto: Köhntopp

Für zwei Jahre mit einer Option auf eine dritte Spielzeit hatte Trainer „Eisenschorsch“ Georg Holzmann bei den Leoparden unterschrieben und Dank dieser Option steht nun fest, dass der auch in der Spielzeit 2011/2012 den EV Füssen trainieren wird. Neben ihm werden auch Eric Nadeau und Sebastian Wolsch in der kommenden Saison für die Leoparden auflaufen.

1998 begann der ehemalige Bundesligaprofi und Nationalspieler Holzmann seine Trainerkarriere am Kobelhang, nachdem er fast 20 Jahre zuvor bereits als Spieler seine ersten Schritte in der Bundesliga im ruhmreichen Trikot des EV Füssen unternommen hatte. Nach dem Konkurs des damaligen EV Füssen und Spielzeiten in Düsseldorf, Schwenningen, Mannheim und Berlin bestritt er 849 Partien in der höchsten Spielklasse sowie 121 Länderspiele für Deutschland, und war bei sieben Weltmeisterschaften und zwei Olympischen Spielen dabei. Bei seiner ersten Trainerstation schaffte er mit dem EVF 1999/2000 den Aufstieg in die Oberliga Süd, und in der folgenden Saison als Außenseiter den Klassenerhalt. Danach stand Schorsch bei Heilbronn, Bad Tölz, Riessersee und Ravensburg an der Bande, wo ihm mit dem EVR auch der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang. Vergangene Spielzeit führte er seine junge Mannschaft überraschend auf den dritten Tabellenplatz. Mit seiner internationalen Erfahrung ist Georg Holzmann weiterhin im Hinblick auf die Arbeit mit den jungen Spielern wichtig.  Der EV Füssen ist überzeugt, dass der Schorsch auch in der kommenden Saison die Mannschaft zu einer schlagkräftigen Einheit formen und die vielen Talente wieder weiter nach vorne bringen kann. Mit dem 36-jährigen Eric Nadeau kann der EV Füssen die erste Besetzung des Kaders für die kommende Spielzeit bekannt geben. Ebenso wie bei Trainer Georg Holzmann verlängerte sich der Vertrag des gebürtigen Kanadiers um eine weitere Spielzeit, wobei auch noch eine Option für die Saison 2012/2013 besteht. Nadeau kam aus Straßburg nach Kempten zum dortigen Regionalligisten, für den er insgesamt vier Spielzeiten aktiv war. Schnell machte er sich einen Namen als torgefährlicher Kämpfer. Als bei der EA Kempten 2004 das finanzielle Aus kam, nutzte Jürg Tiedge als geschäftsführender Vorstand des EV Füssen schnell die Gelegenheit und nahm den Frankokanadier unter Vertrag. Es folgten vier Oberligaspielzeiten für den EVF, in denen er dank seines vorbildlichen Einsatzes auf dem Eis zum Kapitän und Publikumsliebling avancierte. Höhepunkt war dabei sicherlich die Spielzeit 2007/2008 mit dem jungen Garrett Festerling, wobei das Duo auf fast 250 Scorerpunkte kam. Nachdem die Einbürgerung des längst im Allgäu heimisch gewordenen Nadeau bevorstand, versuchte er in der folgenden Saison sein Glück erstmals in der zweiten Bundesliga. Vom EV Ravensburg kehrte er nach nur einem Jahr wieder zum EV Füssen zurück. Nadeau geht nun also bereits in seine siebte Spielzeit für Schwarz-Gelb, und auch diesmal wird er als Leitwolf und Antreiber eine wichtige Stütze für die jungen Spieler sein. Als Kapitän und Ansprechpartner hat der schnelle Außenstürmer eine wichtige Position innerhalb des Teams inne, und auch wenn er nicht mehr der Jüngste ist, so hat er doch auch in der abgelaufenen Spielzeit wieder gezeigt, dass er noch immer eine erste Reihe führen kann. Daher ist sicherlich davon auszugehen, dass zu seinen 236 Treffern, die er bislang in 363 Oberligaspielen erzielen konnte, noch einige weitere dazu kommen werden. Wolsch auch Coach Auch die erste Position in der Abwehr der Leoparden ist besetzt: Sebastian  Wolsch  hat seine Unterschrift unter einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag gesetzt. Der Verteidiger kam vor der abgelaufenen Spielzeit vom EV Landsberg, und wusste auf Anhieb als einer von nur zwei erfahreneren Verteidigern im Kader des EVF zu überzeugen. Dabei ist er eigentlich gelernter Stürmer, und hat auf dieser Position auch zwei Spielzeiten in der 2. Bundesliga für Weiden und Dresden absolviert. Doch in Landsberg zum Abwehrspieler umfunktioniert, fühlt er ich auf dieser Position mittlerweile rundum wohl. Mit 34 Scorerpunkten gehörte „Wolli“ in der letzten Saison zu den offensivstärksten Verteidigern der Oberliga Süd, seine 12 Tore wurden bei den „Bluelinern“ nur von zwei Spielern übertroffen. Er erhielt nach seinen starken Auftritten mehrere Angebote auch aus der 2. Bundesliga. Doch letztendlich entschied er sich erneut für den EV Füssen, wo er nicht nur als Aktivposten der Oberligamannschaft fungieren soll, sondern zudem auch noch als Co-Trainer die DNL-Mannschaft des Vereins betreuen wird. Diese Perspektive hat schlussendlich auch den Ausschlag für einen Verbleib in der Lechstadt gegeben.

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