Die geforderten Voraussetzungen für ein Outlet werden in Reutte nicht erfüllt

Aus für City-Outlet

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Die zur Verfügung stehenden Leerflächen in Reutte sind zu klein und zu weit verstreut für eine Outlet-Meile. Zu diesem Schluss kam nun eine Studie. 

Reutte – In Reutte wird es bis auf weiteres kein „City-Outlet“ geben. Das teilte Bürgermeister Alois Oberer vergangene Woche im Gemeinderat mit.

Die „Luft sei dünn“ hieß es schon bei der Präsentation einer Studie für ein „City-Outlet“ im Außerferner Bezirkshauptort (der Kreisbote berichtete). Trotzdem stünden die Aussichten zur Realisierung dieses Vorhabens und damit eine realistische Chance zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Gemeinde nicht schlecht, hieß es seinerzeit.

Die Marktgemeinde würde sich für ein „City-Outlet“ mit einem Einzugsgebiet weit über die Grenzen hinaus anbieten, wenn man bestimmte Voraussetzungen schaffen könnte. Nach Halbjahresfrist kam Bürgermeister Alois Oberer nun am Donnerstag vergangener Woche in der Gemeinderatssitzung mit der „schlechten Nachricht“: Die Bemühungen für das Projekt wurden ad-acta gelegt. Die geforderten Voraussetzungen seien nach realistischer Prüfung nicht zu erreichen, gestand Oberer ein.

Die zur Verfügung stehenden Leerflächen seien zu klein und auch zu weit verstreut um eine räumliche Dichte der Outlet Stores und damit den Charakter einer „Meile“ garantieren zu können, nannte er als Gründe.

Die „kritische Masse“ mit rund 8500 Quadratmetern Verkaufsfläche stehe demnach bei weitem nicht zu Verfügung. Bauflächen für Neubauten gäbe es zwar genügend, der Wille von privaten Grundbesitzern und die fehlende Bereitschaft von Investoren stünden aber dem Projekt massiv entgegen.

Kein Schulterschluss

Die Verantwortlichen zogen daher die Reißleine und verabschiedeten sich von einem vielversprechenden Vorhaben. „Die Studie war trotzdem unverzichtbar, die Kosten gerechtfertigt, um die Möglichkeiten auszuloten“, meinte das Gemeindeoberhaupt, das sich seinerzeit im westfälischen Bad Münstereifel über das dort funktionierende City-Outlet schlau gemacht hatte.

Wenn aber der Schulterschluss aller Kräfte, wie sich nun herausstellte, nicht erreichbar sei, mache es wenig Sinn, die Bestrebungen weiter zu verfolgen, sagte Oberer mit Bedauern. Auch ein Wille aller Entscheidungsträger in diese Richtung sei nicht erkennbar gewesen. „Ohne die Schaffung eines attraktiven Gesamtkonzeptes mit einer professionellen Vermarktungsstrategie und der Hebung von Synergien mit Bestehendem wird es allerdings nicht gehen“, hieß es bereits seinerzeit bei der Vorstellung des Projekts im April.

„Das Ganze ist alles andere als ein 'Selbstläufer' und erfordert ein abgestimmtes und kooperatives Vorgehen aller Akteure, zu denen die Gemeinde, ein Investor und Betreiber, die Immobilieneigentümer und touristische Leistungsträger gehören.“ Diese Vorgaben waren nicht zu erfüllen. Die Causa „City-Outlet“ in Reutte ist somit vorerst vom Tisch.

niko

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