"Traumlandschaft für Romantiker"

Die Zusammensetzung eines Moorbodens erklärt den Besuchern Schutzgebietsbetreuerin Christina Moser (rechts). Foto: ed

Die Allgäuer Moore gehören zu den bedeutendsten Moorlandschaften Mitteleuropas. Gleich- zeitig zählen sie aber auch zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen in der Region. Die Wanderausstellung „Allgäuer Moore" gastiert derzeit in dem von Experten als „historische Fundgrube" bezeichneten Museum Felixé Mina’s Haus in Tannheim im Tannheim Tal. Begleitend dazu wird eine aussagekräftige Fotoausstellung in der Galerie „Augenblick" mit Bildern des Tierfotografen Armin Hofmann gezeigt.

Das Moor, früher sagenumwoben und unheimlich, heute „gepolsterte Wohnstube" manch seltener Tier- und Pflanzenart und „Traumland für Romantiker" steht im Mittelpunkt einer Ausstellung unter dem Titel „Baden in der Faszination der Moore". Es ist eine Wanderausstellung der „Allgäuer Moorallianz". Tannheims Bürger- meister Markus Eberle freute sich bei der Vernissage in seiner kurzen Begrüßung über die Tatsache, dass in Renaturierungsmaßnahmen aus früheren Jahren installierte Entwässerungen dieser Landstriche wieder zurückgebaut werden. „Hier hat Gott sei Dank, wenigstens teilweise, ein Umdenken in der Bevölkerung stattgefunden" betonte Eberle. Christina Moser, Betreuerin des „Naturschutzgebietes Vilsalpsee", machte darauf aufmerksam, dass Hoch- und Niedermoore als Klima-, Hochwasser- sowie Arten- und Landschaftsschutz eine wichtige Rolle spielen. „Auch bei uns zum Beispiel am Vilsalpsee und dem gesamten Tannheimertal gibt es kleinere Moore, die aber nach außen hin nicht so bekannt sind", erklärte sie. Die rund 30 Bilder des Tierfotografen Armin Hofmann in der Galerie „Augenblick" führen neben dem faszinierenden Anblick eines erwachenden Tages an einem Moorweiher vorbei an Tau benetzten Feuchtwiesen über zauberhafte Libellen und leuchtenden Laubfröschen. Sie zeigen verschiedene Vogelarten und anderes „Getier" sowie Pflanzen, die nur im Moor vorkommen. Öffnungszeiten Die Ausstellung „Baden in der Faszination der Moore" gastiert vom 11. April bis 13. Mai 2012 im Felixé Mina’s Haus und ist zu den gewohnten Zeiten geöffnet: Am Dienstag von 15 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 9 bis 12 Uhr (Büro Schutzgebietsbetreuung Vilsalpsee) und am Freitag 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Spezielle Führungen gibt es am 18. und 25. April sowie am 2. Mai 2012. Treffpunkt ist um 16 Uhr im Felixé Mina’s Haus. Die Fotoausstellung „Geheimnisvolle Moorwelten" befindet sich vom 11. April bis zum 2. Mai in der Galerie Augenblick. Sie ist Dienstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr sowie am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Als besonderes Schmankerl gibt es am Mittwoch, 25. April, im Anschluss an die Führung „Baden in der Faszination der Moore" eine Diashow, bei der Fotograf Armin Hofmann von seinen Erlebnissen berichtet. Der Unkostenbeitrag beläuft sich auf zwei Euro.

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