Forggensee-Anrainer informieren sich über Lösungen des Schwemmholzproblems

Lösung in Aussicht?

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Auf dem Bodensee erklärt Norbert Fichtl vom Wasserwirtschaftsamt der Ostallgäuer CSU-Landtagsabgeordneten Angelika Schorer (v.l.), dem Schwangauer Gemeinderat Rupert Gebler, dem CSU-Ortsvorsitzenden Michael Weisenbach sowie Riedens Bürgermeister Max Streif das Prinzip der schwimmenden Ketten.

Schwangau/Rieden – Lösungsvarianten für das Schwemmholz-Problem am Ufer des Forggensees haben Vertreter der Gemeinden Schwangau und Rieden mit der CSU-Landtagsabgeordneten Angelika Schorer am Bodensee besichtigt.

„Wir müssen das Projekt dringend angehen“, waren sich Michael Weisenbach, CSU-Ortsvorsitzender Schwangau, und Riedens Bürgermeister Max Streif in Lindau einig. Ökologisch wertvolle Uferbereiche sollen künftig besser geschützt werden und Badegäste nicht mehr vom Treibgut gestört werden. Das Wasserwirtschaftsamt (WWA) wird den Holzteilen, die im Bodensee umhertreiben, mit schwimmenden Ketten Herr. 

Boote legen die Taue um die schwimmenden Treibgut-Teppiche. „Das ist wichtig, um das Holz zusammenzuhalten“, erklärte Norbert Fichtl, Sachgebietsleiter Bodensee des WWA, seinen Gästen. Wenn die Teppiche an Land geschwemmt werden, könne das Holz mit Hilfe eines Baggers aufgeladen und abtransportiert werden. Eine weitere Variante, mit der sich das WWA in vergangenen Jahren geholfen hat: lose angeschwemmtes Holz mit Ölsperren im Uferbereich fixieren. „Wenn das Treibgut nicht vom offenen Wasser abgesperrt ist, schwimmt es in der Nacht wieder auf den See hinaus“, sagte Fichtl. 

Bis der Bagger am Morgen anrücke, sei das Holz wieder weg. Angetan von beiden Lösungen waren auch der Schwangauer Gemeinderat Rupert Gebler und der Vertreter des verantwortlichen Fischereivereins Michael Kiefer. Vor allem, da es schier unmöglich sei, das Holz schon vor dem Eintritt in den See zu stoppen, wie Fichtl erläuterte. Rechen, die das Treibgut aufhalten, seien gerade bei kleinen Zuflüssen zu kostenintensiv in Wartung und Anschaffung. „Zudem stört das Holz dort kaum. 

Es wird erst im See zum Problem.“. Die finale Lösung für das Schwemmholz-Problem am Forggensee müsse zwar noch diskutiert werden, aber die Anregungen seien wertvoll, waren sich die Ostallgäuer am Ende einig. Durch das Abstauen im Winter gebe es in Schwangau und Rieden eine weitere Möglichkeit, die vor allem dem Schutz ökologisch wertvoller Uferstreifen diene: Mit schwimmenden Sperren könne das Holz im Sommer aus gefährdeten Biotopen herausgehalten werden und im Winter ohne den Einsatz von Booten einfach eingesammelt werden, schlug Weisenbach vor. 

Im Jahr 2012 hatte die CSU-Schwangau ihren ersten Forggensee-Gipfel veranstaltet. Der Ortstermin in Lindau soll nun als Grundlage für weitere Gespräche mit Nutzern, Betreibern und Naturschützern dienen.

kb

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