Bunte Brunnen, Musik und Schmankerl

Entzückt waren die Zuschauer von der Show des Feuerschluckers. Die hätte nach dem Willen der Zuschauer auch noch länger gehen können. Foto: nis

Füssen – Unter dem Motto „Sinnlich berührt“ stand am Freitagabend die Altstadt Füssens. Die fünf Stadtbrunnen waren in buntes Licht getaucht, die Geschäfte und Gastronomie-Betriebe hatten fast alle bis 22 Uhr geöffnet. Leider spielte das Wetter nicht mit. 

Es regnete am frühen Abend in Strömen und nahm damit wohl vielen Füssenern die Lust zum Bummeln, auch wenn der Himmel seine Schleusen später schloss. Die Ritter- und Reichenstraße waren gegen 19 Uhr noch ziemlich leer, in den Geschäften hielt sich der Andrang in Grenzen. Die Lust auf Teilnahme am verkaufsoffenen Abend war bis dahin auch bei Einzelhändlern gebremst. Mancher kritisierte das Datum des Abends, war doch gerade Ultimo und die Geldbörsen noch nicht wieder gefüllt. Lieber wäre dem einen oder der anderen der kommende Freitag, ein Brückentag, gewesen. 

Sinnlich, so wollte die Stadt sich präsentieren, alle Sinne sollten angesprochen werden. Die visuellen Sinne wurden in der Tat stimuliert: Die Brunnen in buntem Licht, das Kurhaus mit den „Tanzenden Steinen“ im Vordergrund in wechselnden Farben und bunt beleuchtete Treppenaufgänge begeisterten Einheimische, wie Gäste. 

Das Ohr fand allerdings nur in der Brunnengasse sinnliche Erfahrung. Klassik-Geigenklänge untermalten die Stimmung des in rötlich-violetten Farben getauchten Lautenmacher-Brunnens. Hier ließen sich Menschen nieder, Kinder hüpften um den Brunnen und ein Herr, abseits mit einem Stuhl an eine Häuserwand gelehnt, lauschte versunken der Musik. Ein Geschäft lockte die Sinne der Besucher besonders. Beleuchtet war es im Verkaufsraum nur mit Kerzenlüstern und Windlichtern. In Biedermeiergewändern wurden Taschenlampen an die verteilt, die sich trauten den Einkauf einmal anders zu erleben. 

Mit bayerischen und mediterranen „Schmankerln“ lockten Geschäfte die Geschmackssinne ihrer Gäste und in der Reichenstraße forderte ein Trachtengeschäft mit einem Quiz den Tastsinn heraus. Außerdem stellte der Weltladen in einer Modenschau eine farbenfrohe Kollektion aus Alpaka-Wolle vor. Kurz vor Ende des „sinnlichen Erlebens“ zeigten sich die teilnehmenden Einzelhändler doch erfreut über den inzwischen größer gewordenen Besucherandrang. Nur die Tische vor den Restaurants und Cafés blieben zum großen Teil leer. So erstaunte es nicht, dass schon vor 21 Uhr einige Freiluftmöbel weggeräumt wurden, wenn auch ein wenig störend für die, die noch in Ruhe ihr Glas austrinken wollten. jl

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