Geld wird beschlagnahmt

Bundespolizei beschlagnahmt bei Füssen 100.000 Euro und verhaftet Albaner

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98.000 in einem Koffer und 2000 Euro in der Tasche hat ein Türke dabei, den die Bundespolizei bei Füssen kontrolliert.

Füssen/Hamburg – Am Dienstag hat die Bundespolizei bei der Einreisekontrolle am Grenzübergang Füssen-Ziegelwies 100.000 Euro beschlagnahmt. Das Geld fanden die Beamten bei einem türkischen Autofahrer, der seinem albanischen Beifahrer zur unerlaubten Einreise nach Deutschland verhelfen wollte. Der Südosteuropäer sitzt bereits in Haft.

Kemptener Bundespolizisten kontrollierten nach eigenen Angaben die beiden Insassen eines in Deutschland zugelassenen Pkws. Der 54-jährige türkische Fahrzeuglenker konnte zur Überprüfung alle erforderlichen Reisedokumente aushändigen. 

Der 21-jährige albanische Beifahrer hingegen führte lediglich seinen Ausweis bei sich, der jedoch für die Einreise nach Deutschland nicht ausreichte. 

Demnach bestand gegen die beiden Männer der Verdacht der versuchten unerlaubten Einreise beziehungsweise der Beihilfehandlung zu dieser. 

Die Bundespolizisten fanden bei der späteren Durchsuchung des Türken in der Manteltasche 2000 Euro sowie in seinem Koffer 98.000 Euro auf. 

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Kempten beschlagnahmten die Beamten das gesamte Bargeld, das der Mann für den Grenzübertritt nicht deklariert hatte. 

Die Polizisten entließen den in Hamburg wohnhaften Beschuldigten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß. Den Mann erwartet nun noch ein weiteres Verfahren wegen Geldwäsche.

 Der Albaner gab in seiner Vernehmung zu, bereits seit zwei Jahren ohne gültigen Aufenthaltstitel in Hamburg zu wohnen und zu arbeiten. 

Der Südosteuropäer war bereits 2017 wegen unerlaubten Aufenthaltes angezeigt und abgeschoben worden. Die Bundespolizisten lieferten den Beschuldigten am Mittwoch nach der Richtervorführung in die Abschiebehaftanstalt Eichstätt ein.

kb

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