Drei mutmaßliche Schleuser vorläufig festgenommen

Bundespolizei verhindert bei Füssen illegale Einreisen

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An der Kontrollstelle bei Füssen wird die Grenzpolizei am Monnag innerhalb weniger Stunden fündig.

Füssen – Am gestrigen Montag hat die Bundespolizei am Grenztunnel Füssen innerhalb von zwei Stunden zwei Schleusungen vereitelt. Hierbei nahmen die Bundespolizisten nach eigenen Angaben drei mutmaßliche Schleuser vorläufig fest. Die vier Geschleusten wiesen die Beamten später nach Österreich zurück.

Am Montagvormittag kontrollierten Kemptener Bundespolizisten einen in Deutschland zugelassenen Kleinwagen am Grenztunnel Füssen. Neben dem türkischen Fahrer und Beifahrer - beide mit deutschen Pässen - befanden sich noch zwei türkische Staatsangehörige im Auto, die keinerlei Reisedokumente vorweisen konnten. 

Der Fahrer gab gegenüber den Beamten zunächst falsche Personalien für die beiden Insassen an und behauptete, dass die zwei Mitreisenden deutsche Staatsangehörige seien. Die beiden Türken sprachen jedoch kein Deutsch. Zudem fanden die Beamten bei der Durchsuchung Dokumente, die auf die wahre Identität der Ausländer schließen ließen.

Erste Ermittlungen ergaben, dass es sich bei den türkischen Staatsangehörigen um Geschwister handelt. Die 16- und der 23-Jährige wurden zunächst nach Österreich geschleust und ließen sich anschließend von den beiden Deutschen mit türkischer Abstammung aus Innsbruck für die Weiterreise nach Deutschland abholen. Zwischen den mutmaßlichen Schleusern und den Geschleusten besteht kein Verwandtschaftsverhältnis, sie kannten sich jedoch bereits aus der Türkei.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft gestatteten die Bundespolizisten den beiden Türken mit deutschen Pässen anschließend die Weiterfahrt. Die mutmaßlich Geschleusten wiesen die Beamten noch am Abend nach Österreich zurück.

Nur gut zwei Stunden zuvor kontrollierten die Bundespolizisten drei albanische Insassen eines in Italien zugelassenen Fahrzeugs am Grenztunnel Füssen. Der Fahrer konnte keine Dokumente vorweisen, die seine Einreise nach Deutschland legitimierten. Zudem bestand gegen den 38-Jährigen eine schengenweite Einreiseverweigerung. 

Der Beifahrer hingegen konnte zwar gültige Ausweispapiere vorweisen, jedoch lag auch gegen den 35-Jährigen ein schengenweites Einreiseverbot vor. Lediglich der Mitfahrer erfüllte die Voraussetzungen für die Einreise in die Bundesrepublik. Ersten Erkenntnissen zufolge war der 33-Jährige, der Halter des Fahrzeugs, der Initiator der Fahrt und stand folglich im Verdacht, die beiden Männer nach Deutschland einschleusen zu wollen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kempten erhoben die Bundespolizisten von dem mutmaßlichen Schleuser eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1500 Euro. Die Beamten wiesen die drei Albaner anschließend nach Österreich zurück.

kb

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