Grenzübergreifendes Treffen

Bergwachten im Ostallgäu: Bereit für den Ernstfall

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inem Lawinenfeld am Tegelberg trainieren über 80 Bergretter aus dem Ammergebirge und Reutte die Suche nach Verschütteten.

Füssen – Um den Einsatz nach einem Lawinenabgang zu trainieren und sich gegenseitig auszutauschen, haben sich jetzt über 80 Bergretter der Bereitschaften Kaufbeuren, Steingaden/Peiting, Unterammergau, Bad Kohlgrub und Oberammergau sowie die Bergretter aus Reutte bei der Bergwacht Füssen getroffen.

Das gab die Bergwacht Füssen auf ihrer Homepage bekannt. Früh morgens trafen sich zunächst alle Beteiligten in der Bergrettungswache Füssen für den theoretischen Teil. Dort gaben Ausbildungsleiter und Bergrettungschefs Einblicke in die Tätigkeiten und Einsatzstrukturen der Bergwachtarbeit in Bayern am Beispiel Füssen und Unterammergau/Oberammergau sowie in die Arbeit der Bergrettung Reutte. 

So erfuhren die bayerischen Bergretter, wie ihre Kollegen aus Tirol bei einem Einsatz vorgehen und umgekehrt. An Beispielen aus vergangenen Lawineneinsätzen stellten die Referenten zudem die Aufgaben des Kriseninterventionsdienstes Berg (KID Berg) vor und erklärten, welche Möglichkeiten es gebe, Helfer nach schweren Einsätzen zu betreuen. 

Vor der Bergrettungswache parkte außerdem das Technikfahrzeug aus Penzberg, das die Retter besichtigen konnten. Im Ernstfall unterstützt es mit all seinem Inventar die Retter bei Lawineneinsätzen. Nach einer gemeinsamen Stärkung ging es in Gruppen nach Schwangau und mit der Seilbahn auf den Tegelberg. 

Nahe der Bergstation durchliefen die Retter trotz des fehlenden Schnees im Tal auf einem Lawinenfeld praktische Stationen. So trainierten sie die RECCO-Suche (professionelles Suchgerät auf Radarreflektorbasis), die klassische Suche mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät, die Arbeit mit der Lawinensonde und das richtige Ausschaufeln eines Lawinenverschütteten . 

Die medizinische Betreuung eines Lawinenopfers war ebenfalls Thema der Übung. Eine wichtige und gut angenommene Station behandelte das Thema Digitalfunk im grenzübergreifenden Lawinennotfall. Am Abend besprachen die Retter bei einer Brotzeit in der Bergrettungswache in Füssen die Erfahrungen, die sie an diesem Tag gemacht haben.

red

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