Starkbieranstich in Hogau: Wolfgang Krebs sorgt für Lacher

Die Lady Gaga der bayerischen Politik

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Routiniert zapft Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke (links) das Bierfass beim Starkbieranstich im Bräustüberl in Hohenschwangau an. Dafür braucht er nur zwei Schläge. Danach war Gaudi mit Kabarettist Wolfgang Krebs angesagt.
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Routiniert zapft Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke (links) das Bierfass beim Starkbieranstich im Bräustüberl in Hohenschwangau an. Dafür braucht er nur zwei Schläge. Danach war Gaudi mit Kabarettist Wolfgang Krebs angesagt.
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Routiniert zapft Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke (links) das Bierfass beim Starkbieranstich im Bräustüberl in Hohenschwangau an. Dafür braucht er nur zwei Schläge. Danach war Gaudi mit Kabarettist Wolfgang Krebs angesagt.

Schwangau – Es war der erste Bieranstich im sanierten und umgebauten Bräustüberl in Hohenschwangau. Und es war der letzte „Starkbieranstich“ unter der Regie der Wittelsbacher.

Ein Maibock ohne Bockbier, aber mit viel Mai – so jedenfalls formulierte es einer der drei Ehrengäste beim nachgeholten Starkbieranstich, zu dem heuer einmal nicht Walter Sirch seinen Senf dazugeben durfte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, so der Administrator der Wittelsbacher in Hohenschwangau, Albert Aulinger stehe er vor seinen Gästen. 

Lachendes Auge, weil man den Starkbieranstich nachhole, der heuer im März ausfallen musste wegen der Umbau- und Sanierungsarbeiten im Bräustüberl. Immerhin war man auch (fast) fertig geworden mit den Arbeiten.

Nur noch das Gerüst an der Fassade erinnerte daran, dass es vor wenigen Wochen im Inneren des alten Stalles noch ganz anders ausgesehen haben muss. Neue Ausrichter Doch mit dem Ende der Arbeiten rückt auch der Zeitpunkt näher, an dem das Bräustüberl übergeben wird, nämlich an die Betreiber des neuen Sternehotels, dessen Silhouette bereits den Schwangauer Ortsteil prägt. Er habe eine Träne in den Augen, „weil es der letzte Starkbieranstich ist, den wir ausrichten“, so Aulinger. 

Es sei auch nicht sicher gewesen, dass man die Wiedereröffnung so würde feiern können, doch dank der Planungen des Architekten Dr. Alexander Pfanzelt war im Inneren alles soweit gerichtet, dass die über 200 Gäste, darunter Vertreter der König-Ludwig-Brauerei, Wirte, lokale Politiker und Freunde der Wittelsbacher, aber auch die besonderen Gäste, Platz fanden.

Tradition fortführen

Hätte Aulinger alle begrüßen wollen, wäre es ihm wohl so ergangen, wie dem Kein-Bockbier-Redner, der da meinte, dass die Ansprache nach dieser Einleitung zur Hälfte noch lange nicht vorbei sei. 

So aber beschränkte sich Aulinger, den Gastgeber Prinz Luitpold zu entschuldigen, der auf dem Weg zu einer Hochzeit in Übersee war und begrüßte dafür die künftigen Herren, und Damen, im Schloßbräustüberl. Denn wenn das Ameron-Hotel Hohenschwangau Anfang kommendes Jahres eröffnen wird, möchte Michael Lutz, Director of Operations Deutschland der Ameron Hotel Collection, seine Gäste auch im Bräustüberl verköstigen. Lutz sei das Gesicht von Ameron, stellte Aulinger den Hamburger und dessen Begleitung, Katja Fauth und Birgit Gemmer, vor. 

Original oder Kopie?

Doch an diesem Abend sollte etwas anderes, bzw. jemand anderes im Mittelpunkt stehen: das Fass Freibier, das Thomas Lillpopp, Marketingdirektor der König Ludwig-Brauerei, mitgebracht hatte, und Stefan Rinke. Dem Schwangauer Bürgermeister oblag es, wie immer gekonnt, das Fass Bier mit zwei Schlägen anzustechen. Eine Tradition, so versprach Michael Lutz, die auch in Zukunft fortgeführt werden soll. Ob dann allerdings auch Walter Sirch wieder als Starkbierredner erscheinen wird, ist momentan nicht so ganz klar, hatte er doch heuer schon sein Pulver verschossen. 

So setzten die Wittelsbacher auf das Dreigestirn politischer Kompetenz Seehofer-Söder-Stoiber. Deshalb suchte der Kabarettist Wolfgang Krebs das Bräustüberl heim, der bei zahlreichen Gelegenheiten auf und abseits der Bühne die amtierenden und auch gewesenen bayerischen Ministerpräsidenten „imitiert“. 

Sollten jemand über Muskelkater im Zwerchfell klagen, könnte er oder sie Gast beim Maibock in Hohenschwangau gewesen sein. Einem Maschinengewehr gleich feuerte Krebs eine rhetorische Salve nach der anderen ab. Wobei der Schauspieler und Kabarettist das jeweilige Alter Ego nur zu genau studiert hatte, so dass man als Zuschauer irgendwann nicht mehr wusste, ob Original oder Kopie auf der Bühne eine Rede hielt. Insbesondere Seehofers Vorgänger Edmund Stoiber sorgte mit seinen verbalen Irrungen und Wirrungen dafür, dass der Saal quasi am Boden lag vor Lachen. 

Oder wie Stoiber alias Krebs über sich meinte: „Ich bin die Lady Gaga der bayerischen Politik“. So konnte es keine Steigerung mehr geben, weshalb Albert Aulinger seinen Gästen einfach nur noch einen schönen Abend und gute Gespräche wünschte. Bis zum Wiedersehen im kommenden Jahr.

gau

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