"Überlegt, bevor ihr klickt"

Der Fachjournalist Uli Ries informierte über die Risiken des Internets. Foto: lex

Jette Wildners Eltern passen nach eigenen Angaben auf, dass ihre Tochter nicht unkontrolliert im Internet „surft“ oder in sozialen Netzwerken „postet“. Daher dürfte die 13-Jährige wahrscheinlich nicht so anfällig für die Gefahren der Sozialennetzwerke sein, über die der freie Fachjournalist Uli Ries jüngst gut eine Stunde lang in seinem Vortrag „Facebook/Twitter – allein unter Freunden?“ im Veranstaltungssaal der Sparkasse Allgäu gesprochen hat.

Es war denn auch Jette Wildners Mutter, Anette Wildner, die zugab, sich den Vortrag „unbedingt“ anhören zu wollen, den die Sparkasse Allgäu im Rahmen ihrer Reihe „Schülerforum“ anbot. Allerdings sei er „leider nicht so gut besucht“ worden meinte Joachim Schmid von der Sparkasse, „wie ich mir dies gewünscht hätte.“ Dennoch waren es rund 50 Besucher, von denen etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche waren, die den Ratschlägen lauschten, die Ries ihnen über Hacker, Links, Spams und Online-Betrüger mit auf den Weg gab. Ries´ allgemeine Botschaft lautet, dass „Facebook und Co. sowohl Fluch als auch Segen“ sein können und es nur darauf ankomme, wie man damit umgehe. Immerhin habe man durch das Internet viele Möglichkeiten, sich zu informieren und mit anderen Menschen zu kommunizieren, doch bestehe häufig auch die Gefahr, „von Bösen“ hereingelegt zu werden und viel Geld bezahlen zu müssen. Schließlich, so betonte Ries mit Bezug auf die Nutzung des Internets von vielen „Usern“ weiter: „Wir helfen heute den Bösen mehr, als wir den Guten nützen.“ Oder, wie der Referent auch hinzufügte: „Jeder macht etwas im Internet, was für Betrüger interessant ist.“ Da sich nämlich „so gut wie jede Information“ zu Geld machen lasse, solle man sehr vorsichtig abwägen, welche Daten man von sich preisgebe und öffentlich bekannt mache. Besonders warnend sprach der Redner zudem über Computerviren, die „wir selbst durch weiterklicken verbreiten.“ Womit er vor allem auf die Werbung im Internet Bezug nahm und mahnte: „Jeder ist im Visier der Betrüger.“ Denen gehe es in erster Linie „ums Geldverdienen.“ Deshalb solle man laut Ries unter anderem nicht „Dinge anklicken, die total reißerisch klingen.“ Ganz von der Nutzung des Internets und sozialer Netzwerke abraten wollte der freie Fachjournalist aber nicht. Am Ende seines Vortrags merkte Ries schließlich an: „Habt Spaß, aber überlegt, bevor ihr klickt!“

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