St. Ulrich feierlich geweiht

Der Bischof der Diözese Innsbruck, Manfred Scheuer (vorne, Mitte) wurde von Pinswanger Kindergartenkindern mit Blumen begrüßt. Fotos: Sommer

Fast genau elf Monate, nachdem die Gläubigen in Pinswang zum letzten Mal einen Gottesdienst in ihrer Pfarrkirche feierten, hat Bischof Manfred Scheuer aus Innsbruck am Pfingstmontag die renovierte Kirche geweiht, darunter den neuen Altar und Taufstein. Für Scheuer ist die Renovierung Ausdruck des Glaubens.

Ein Raum spiegle immer die Stimmung der Besitzer wieder, so der Innsbrucker Bischof. Er strahle die Atmosphäre ab, ob Streit oder Zufriedenheit. Und so wie bei einem normalen Raum sei es auch in der Kirche. Und da sei dieser frisch renovierte und glänzende Kirchenraum ein Zeichen und Beweis für den Glaubens der Menschen hier in Pinswang, so Scheuer weiter. Neben der Kirche an sich sei auch der Altar und das Taufbecken neu. Im Juli vor einem Jahr hatten die Bauarbeiten an dem Gotteshaus begonnen, das ins 14. Jahrhundert datiert und das nach dessen Tod dem Bruder Ulrich geweiht wurde, dem Namenspatron des Gotteshauses. So wurde vor einem Jahr das Haus komplett entkernt, wobei man Reliquien gefunden hat, die heute im Kirchenschiff deponiert sind. Mit dem Abschluss der archäologischen Arbeiten wurde die Kirchengeschichte von Musau und Pinswang teilweise bestätigt, teilweise musste sie auch neu geschrieben werden. Nachdem Fachfirmen im vergangenen Jahr bereits das Gros der Arbeiten vollendet hatten, mussten heuer im Frühjahr 2011 noch die ausstehenden Tischler-, Maler- und Schlosserarbeiten sowie die Raumausstattung und Elektroarbeiten fertiggestellt werden. Krönender Abschluss war die Restaurierung der farblichen Komposition des Gotteshauses. Dessen neuer Volksaltar, so Scheuer, sei in der Kirche so etwas wie die Nabe eines Rades – ist sie in der Mitte rollt das Rad. Ist sie nicht konzentrisch, eiert das Rad. Und genauso verhalte es sich hier – sei der Altar und damit auch Gott Zentrum der Gläubigen und des Glaubens. Nur wenn man der Seele ihren Sonntag und dem Sonntag seine Seele gebe – mit der Andacht an Gott – dann Laufe das Leben rund und komme nicht aus dem Tritt. Der Glaube sei eben eines der wichtigen Bedürfnisse wie Essen oder Trinken. Und genauso, wie wir das Schöne für unser Leben bräuchten, so brauche es eben den Glauben in unserem Leben, in unserer Mitte, damit dieses Leben eben nicht einem Achter im Rad anfange zu eiern. Gemeinsam mit den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden feierten die Gläubigen dann ihren Gottesdienst, zuvor hatten die Kindergartenkinder aus Pinswang dem Ehrengast einen Blumenstrauß überbracht und die Musikkapellen aus Musau und Pinswang hatten aufgespielt. Seit Pfingsten nun lädt die Kirche wieder zur inneren Einkehr und auch zur Wallfahrt nach Pinswang ein.

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