Rathaus soll barrierefrei werden

Füssener Rathaus: Barrierefreiheit im Blick

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Das Füssener Rathaus soll in den kommenden zehn Jahren barrierefrei und benutzerfreundlicher werden. Den Startschuss für die Planung hat jetzt der Finanzausschuss gegeben.

Füssen – Das Füssener Rathaus soll barrierefrei und benutzerfreundlich werden. Die Raumplanung dafür soll ein externes Büro übernehmen.

Deshalb hat der Finanzausschuss am Dienstag einstimmig die Füssener Stadtverwaltung beauftragt, entsprechende Angebote einzuholen, über die dann die Stadträte diskutieren werden. Hat ein Rollstuhlfahrer im Füssener Rathaus einen Termin, steht er mitunter vor Problemen. Denn Treppen prägen derzeit das Bild im ehemaligen Benediktinerkloster. Doch das soll in Zukunft anders werden. 

Mit Hilfe eines Modernisierungskonzepts soll das historische Gebäude benutzerfreundlich und behindertengerecht werden. Und dabei stehen unter anderem auch Wegeleit- und Orientierungssysteme sowie Brandschutz- und Rettungswege im Fokus. So gebe es beim Brandschutz derzeit keine ganzheitliche Lösung, informierte Hauptamtsleiter Peter Hartl. Dieser werde aktuell Stück für Stück an die heutigen Anforderungen angepasst. „Da stößt man mitunter an Grenzen.“ Und auch beim Museum gibt es Handlungsbedarf. „Die Depotfrage ist nicht geklärt“, so Hartl.

Nachdem sich die Stadtverwaltung erste Gedanken dazu gemacht hat, hat sie ein Leistungsverzeichnis erstellt. Darin habe sie festgelegt, welche Büros sie braucht, wie groß die sein sollen und welche Funktionseinheiten zusammenliegen sollen. Nun soll ein externes Büro eine genaue Raumplanung erstellen. Derzeit gehe es darum verschiedene Angebote einzuholen, über die dann die Stadträte entscheiden werden, so der Hauptamtsleiter. 

Ilona Deckwerth (SPD) freute sich über diesen Startschuss zur Modernisierung und vor allem zum Barrierefreien-Umbau des Rathauses. „Das ist ein wunderschönes Gebäude. Aber für Leute mit Handicap ist es schwierig. Manche haben keinen Arbeitsplatz gefunden wegen der räumlichen Bedingungen“, erklärte sie. „Wir haben den gesetzlichen Auftrag Barrierefreiheit bis 2021 zu schaffen“, erklärte Hauptamtsleiter Hartl. „Bei dem historischen Gebäude ist das nicht komplett möglich.“ Deshalb müsse man sich auf die wichtigsten Bereiche konzentrieren. Und dazu gehören unter anderem Arbeitsplätze.

kk

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