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Stadtrat stimmt vorgelegter Planung mehrheitlich zu

Neuer Füssener Kindergarten nimmt die nächste Hürde

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Holz und Glas werden die Fassade des neuen Kindergartens im Neubaugebiet Weidach dominieren. Die Pläne sollen jetzt beim Landratsamt eingereicht werden.

Füssen – Einen entscheidenden Schritt weiter ist der geplante Kindergarten im Neubaugebiet Weidach: Mehrheitlich stimmte der Stadtrat jetzt der von der Pfrontener Architektin Dorothea Babel-Rampp vorgelegten Planung zu.

Da die Zeit drängt, soll diese nicht mehr dem Bauausschuss des Stadtrates vorgelegt werden, sondern direkt beim Landratsamt und der Regierung von Schwaben eingereicht werden, mit denen der Entwurf bereits abgestimmt worden sei. 

Eigentlich sollte der neue Kindergarten längst am Schulzentrum gebaut werden. Doch weil, wie bereits mehrfach berichtet, im Weidach-Nord ein weiteres Neubaugebiet entstehen soll, wird der neue Kindergarten mit AWO-Familienzentrum gegenüber dem Hotel Sommer gebaut.

„Im Weidach ist der größte Bevölkerungs- und Flächenzuwachs“, so Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Wie Architektin Babel-Rampp den Stadträten jetzt erläuterte soll das neue in Massivbauweise mit Holzfassade und viel Glas gebaute Gebäude insgesamt drei Kindergartengruppen und einer Krippengruppe im Erdgeschoss sowie dem AWO-Familienzentrum im ersten Geschoss Platz bieten. 

Die Gruppenräume sind dabei nach Süden und die Funktionsräume nach Norden ausgerichtet. Die Barrierefreiheit sei ebenfalls gegeben. Der Flur soll als sogenannter Spielflur konzipiert werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro, Fertigstellung soll im Herbst 2019 sein. Die Stadträte zeigten sich grundsätzlich zufrieden mit dem vorgelegten Entwurf. „Die Innenräume sind sehr gelungen! Da kann man gut arbeiten“, schwärmte beispielsweise Ursula Lax (CSU). 

Allerdings gab es auch einige Verbesserungsvorschläge, die nun – wenn möglich – noch in die Planungen einfließen sollen. So wies Dr. Anni Derday (FWF) darauf hin, dass der Lärm des Kindergartens und der in der Weidachstraße vorgesehenen Parkplätze auch im benachbarten Hotel Sommer zu hören sei. „Ein Kindergarten ist eine Störung des Hotelbetriebs“, sagte sie. Daher sollte über Schallschutzmaßnahmen noch einmal nachgedacht werden. 

Pflanzen als Schallschutz bringen jedoch nichts, wie Ingenieur Cornelius Wintergerst erläuterte. 

Im Sommer zu heiß?

Dr. Christoph Böhm (CSU) kritisierte hingegen die Ausrichtung der Gruppenräume nach Süden in Kombination mit den großen Fenstern. „Bei Räumen nach Süden habe ich nach zehn Minuten bei Sonnenschein eine Bullenhitze“, so der Christsoziale, und schlug ein Vordach vor. Babel-Rampp entgegnete, dass eine Dreifachverglasung und eine Marquise vorgesehen seien. Außerdem sei ein Balkon darüber geplant, der ebenfalls die Sonne abhalte.

Ilona Deckwerth (SPD) appellierte dennoch, bereits jetzt ein Sonnensegel einzuplanen. Ein späterer Einbau werde wesentlich teurer, meinte sie. Bürgermeister Iacob und Babel-Rampp sicherten zu, die Anregungen aufzugreifen und noch einzuarbeiten. „Es geht jetzt aber um die Grundsatzentscheidung, dass wir in die Förderung reinkommen“, betonte Iacob. 

Daher soll der Entwurf auch ohne nochmalige Behandlung im Bauausschuss direkt beim Landratsamt und Regierung von Schwaben eingereicht werden. Mit dem Übergehen des Bauausschusses waren aber vor allem die Stadträte der Freien Wähler nicht einverstanden. Dennoch stimmte der Rat schließlich mehrheitlich mit 16:9 für das vorgeschlagene Vorgehen der Verwaltung.

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