Umwelt-Projekttage am Gymnasium Füssen

Füssener Gymnasiasten setzen sich mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit auseinander

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Mit Hilfe von Kanus sammeln Füssener Gymnasiasten Müll im Forggensee ein. Dabei füllen sie einige Müllsäcke.

Füssen – Intensiv mit dem Thema Umwelt haben sich am Ende des Schuljahrs die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Füssen auseinandergesetzt. Denn am vorvergangenen Dienstag und Mittwoch fanden die Umwelt-Projekttage statt.

In verschiedenen Projekten erfuhren die Gymnasiasten viel Neues zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit und teilten diese Erkenntnisse durch Präsentationen mit ihren Mitschülern. Insgesamt waren die beiden Tage ein voller Erfolg für die Schule. „Es lief alles wirklich sehr gut. Sogar besser, als ich erwartet hatte.“, berichtet Michael Gschnaidner, Konrektor des Gymnasiums Füssen, Mitglied des Umweltausschusses der Schule und damit Organisator der Projekttage. 

Am vorvergangenen Dienstag und Mittwoch drehte sich in der Füssener Schule alles ums Thema Umwelt. Schüler, Eltern und Lehrer boten Projekte für die Gymnasiasten an, die sich mit verschiedenen Teilbereichen dieses großen Themas beschäftigten. Die Projekttage begannen für alle Klassen, getrennt nach Jahrgangsstufe, mit verschiedenen Vorträgen und Präsentationen. 

So referierte beispielsweise Dr. Michael F. Schneider über „Klimawandel – Einfluss auf Natur und Mensch im Allgäu“ für die Klassenstufen 9 bis 11. Schneider führte den Schülerinnen und Schülern hier die Folgen des Klimawandels für die eigene Heimat vor Augen. Die Umwelt-Projekttage halte er für sehr wichtig und für eine Aktion, an der sich andere Schulen ein Beispiel nehmen sollten, so der Referent. Aus gegebenem Anlass sei es wichtig, Schüler damit zu konfrontieren. 

Nach den Vorträgen starteten die Projekte in den praktischen Teil auf und außerhalb des Schulgeländes. So bestückten beispielsweise Schüler Schaukästen in der Schule mit Informationen über Mikro- und Makroplastik, die auf dessen Gefahren hinweisen und Tipps für plastikfreie Alternativen geben. „Dieses Thema hat uns schon länger interessiert und wir wollten uns auch in der Schule damit beschäftigen. Es ist wichtig, dass man Schüler, gerade auch jüngere, über die Probleme mit Mikroplastik im Alltag informiert und davor warnt“, erzählten Katja Kleinpaß und Alisa Kuznetsova, zwei Schülerinnen der elften Klasse. 

Müllkonzept für die Schule 

Um den klimabedingten Veränderungen und Umweltschutz in der eigenen Heimat nachzugehen, machte sich eine Projektgruppe aus Schülern der Oberstufe daran, mit Hilfe von Kanus im Forggensee Müll zu sammeln. Bei der nassen Aktion kamen einige gefüllte Müllsäcke zusammen. Ein besonders großes Projekt für das Gymnasium selbst stellt das „Müllkonzept gf“ dar. Bisher gibt es kein bestehendes Mülltrennungssystem. Doch das soll sich jetzt ändern. „Wir arbeiten mit dem Landratsamt zusammen, um ein funktionierendes und dauerhaftes System zu erstellen. Es soll überall in der Schule, in den Klassenzimmern und in den Fachräumen eine geordnete Mülltrennung geben“, erklärten die Leiter des entsprechenden Projekts, die Lehrer Uwe Favero und Jan Färber. 

Die teilnehmenden Schüler, überwiegend aus Unter- und Mittelstufe, hatten sich für das Projekt eingetragen, um zu verhindern, dass „Müll, der recycelt werden kann, unnötig verbrannt wird“. Damit helfe man nicht nur der Schule, umweltfreundlicher zu werden, sondern auch, die Plastikmengen in den Ozeanen zu verringern.

Während der beiden Tage thematisierten Schüler, Eltern und Lehrer nicht nur Umweltschutz an der Schule, sondern auch im Allgemeinen. Die Mitglieder des Projekts „FridaysForFuture – Eine Bewegung mit Gegenwind“ diskutierten angeregt über die Zukunft der Bewegung, Änderungen am eigenen Lebensstil im Sinne der Umwelt und viele weitere Aspekte und Fragen, die in der Gruppe aufkamen. Meinungen, Vorschläge und Erkenntnisse der Diskussion hielten die Schüler in Form einer „Mind Map” an der Tafel fest. Aufgabe der verschiedenen Projektgruppen war es schließlich, ihre Ergebnisse für die restliche Schülerschaft in der Schule auszustellen, beispielsweise als Plakatwand, Schaukasten oder Kurzfilm. 

Großes Engagement 

Und diese Ergebnisse konnten sich sehen lassen. „Jeder Schüler hat an den beiden Tagen wirklich viel geleistet. Alle haben mitgeholfen und man konnte nirgends gelangweilte Gesichter sehen“, berichtete Konrektor Michael Gschnaidner. Besonders wichtig sei, dass die Schülerinnen und Schüler „die Umwelt, so wie wir sie kennen, nicht als selbstverständlich ansehen“. Auch müsse klar werden, dass jeder individuell etwas zum Schutz der Natur leisten könne, so auch in der Schule. „Es wäre sehr schön, wenn das Engagement der letzten zwei Tage erhalten bleibt und sich manifestiert “, so Gschnaidner. Die Schule werde auf jeden Fall daran festhalten, die Schüler für Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu begeistern. 

js

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