Volles Haus in den ehemaligen Hanfwerken

Füssener "LechKlänge" begeistern mit internationalem Flair

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Sandra Dell'Anna aus Italien und der argentinische Gitarrist Matias Collantes begeistern als Pizzico di Sole. Ihr Musikstil ist international geprägt und setzt Akzente.

Füssen – Ein Potpourri wunderbarer Unterhaltung haben die mehr als 300 Besucher der „LechKlänge“ erlebt, die kürzlich an zwei Abenden im Magnuspark über die Bühne gingen.

Unter dem Motto „Europa zu Gast in Füssen“ servierte das Kulturfestival, das Füssen Tourismus und Marketing (FTM) zum dritten Mal veranstaltete, mit einem vielfältigen Potpourri aus Kabarett, Singer-Songwriter-Klängen, Klassik, Pop und traditioneller Volksmusik ein buntes Programm. Die Courage von FTM und dessen Chef Stefan Fredlmeier, hat sich letztlich ausgezahlt, nachdem dieser zuvor erklärte: „Wir waren mutig.“ 

Durften sich Fredlmeier und die Organisatorin der Auftritte, Sabina Riegger, bereits am ersten Abend über zahlreich besetzte Stuhlreihen in der ehemaligen Fabrikhalle freuen. Am zweiten Abend mussten sogar weitere Sitzgelegenheiten aufgestellt werden, um der großen Zuschauerresonanz gerecht zu werden. 

Diese wollten sich die Auftritte der acht Entertainer aus ebenso vielen Ländern nicht entgehen lassen. Dabei ging es vor allem am Freitagabend sehr international zu, während am Samstag überwiegend deutsche Künstler den Ton angaben. 

Für einen exotischen „Touch” sorgten außerdem verschiedene Speisen und Getränke, die an der langen Theke angeboten wurden. Nach Fredlmeiers Anmoderation stellte Ludwig W. Müller geistreich seinen großen Sprachwitz unter Beweis, der ihm unter anderem den inoffiziellen Titel eines Meisters des Schüttelreims eingebrachte. 

So informierte der als Wordaholic in der Kabarett- und Comedyszene geltende Österreicher die Zuschauer zum Beispiel: „Nur wenig nützt ein Heilbad, wenn man im Kopf ein Beil hat.“ Italien, Kosovo, Zypern Es folgte das Duo Pizzico di Sole, das einen Hauch von Sonne in die eher dunkle Halle brachte.

Mit Rock-Balladen, italienischen Evergreens und leicht jazzigen Latin-Popsongs eroberten die süditalienische Sängerin und Songschreiberin Sandra Dell´Anna und der argentinische Gitarrist Matias Collantes ebenso die Gunst des Auditoriums, wie der aus dem Kosovo stammende Albaner Dardan Qaka, der im Anschluss mit einer zweisaitigen Langhalslaute Balkan-Volksmusik erklingen ließ. 

Für ein grandiose Finale des ersten Tages der diesjährigen „LechKlänge“ sorgte schließlich der gebürtige Zypriote Nicolas Kyriakou, welcher das Publikum mit seinen klassischen Gitarrenklängen ganz in seinen musikalischen Bann zog.

Einen Tag darauf entführten die deutsche Sängerin Kirstin Hesse und der griechische Pianist Dr. Konstantin Kalogeropoulos auf virtuose Weise in die Welt der Musicals, Chansons und Opern. Ihr brillante Darbietungen mit Liedern von Marlene Dietrich, Edit Piaf und Lady Gaga riss die Besucher zu lautem Jubel hin. 

Ähnlich enthusiastisch reagierten die Zuschauer auch im Anschluss, als die als „komödiantische Nahkampfwaffe“ bezeichnete Christine Eixenberger aus Oberbayern sich noch einmal so richtig der Lachmuskeln des Publikums annahm. 

Und während die studierte Grundschullehrerin dabei in breitem Miesbacher Dialekt mit viel witziger Mimik und sehr gestenreich genauso über ihre Schüler herzog wie über deren Eltern, bekannte sie in ihrem rund eineinhalb Stunden langen Auftritt unter anderen, dass langsam werden „nicht so schnell“ gehe und Stress nicht gut sei, „auch nicht der, den man bei anderen beobachtet“.

lex

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