Unterstützung für Familienstützpunkt

Entscheidung vertagt

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Isabel Costian (links) und Klara Müller als pädagogische Leiterin des Füssener „Familienstützpunkts“ werden bei ihrem Förderungsanliegen unterstützt von SPD-Stadtrat Wolfgang Bader, wie dieser bestätigte.

Füssen – Zusammen mit Isabel Costian vom Landratsamt Ostallgäu informierte Klara Müller als Projektleiterin den Sozialausschuss, worum es beim Familienstützpunkt überhaupt geht. Zudem hatten die SPD den Antrag gestellt, jährlich 3000 Euro für den Familienstützpunkt bereit zu stellen.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hatte das Projekt „Familienstützpunkt“ angestoßen und unterstützt es finanziell. Zum Vortrag wurde ein Papier verteilt, das den neuen Familienstützpunkt im AWO-Familienforum Füssen in der Altstadt vorstellte. Solche Stützpunkte werden im Ostallgäu eingerichtet,„um einheimischen, aber auch zugezogenen Familien zur Seite zu stehen“, erklärte Costian. In den Räumen des AWO-Familienforums können Familien Anschluss finden und sich beispielsweise bei der Versorgung und Erziehung der Kleinkinder unterstützen lassen. 

„Wir bieten Angebote der Familienbildung. Diese Vorträge und Kurse sind stark nachgefragt“, ergänzte Müller. Wie die pädagogische Fachkraft erklärte, „ist unser nächster Jahresplan bereits aufgestellt“. 2018 werde zum Beispiel mehrmals ein Vortrag zum Elterngeld angeboten. 

Weil der AWO-Ortsverein Füssen-Schwangau die Personalkosten nicht allein stemmen könne und aus Sicht der Projektverantwortlichen eine Steigerung von acht auf zwölf bezahlte Wochenstunden wünschenswert wäre, hatten die Füssener SPD-Ausschussmitglieder den Antrag gestellt, jährlich für den Familienstützpunkt 3000 Euro bereit zu stellen. 

Noch keine Entscheidung 

Mit Blick auf die angelaufenen Projekte betonte Dagmar Rothemund (SPD): „Das ist ein Qualitätsmerkmal für die Stadt.“ Dies sollte Füssen jedes Jahr einen Zuschuss von 3000 Euro wert sein, meinte Rothemund. Eine Entscheidung darüber aber fiel an diesem Sitzungsabend noch nicht. 

Das lag nicht etwa daran, dass die Stadträte das Konzept als nicht förderungswürdig eingestuft hätten. Bürgermeister Paul Iacob (SPD), der sich wie zum Beispiel Dr. Martin Metzger (BfF) und Dr. Christoph Böhm (CSU) dem Projekt gegenüber aufgeschlossen zeigte, wollte aber erst eine Aufstellung der Fördermittel, die schon für soziale Projekte beschlossenen worden sind, in Augenschein nehmen. „Wir brauchen einen solchen Überblick, bevor wir hier eine Art Abonnement für die nächsten Jahre beschließen“, sagte der Rathauschef. 

Dem schloss sich nach kurzer Diskussion die Runde der Ausschussmitglieder an. Sie sprachen sich mehrheitlich dafür aus: Der Füssener Haupt-, Finanz- und Personalausschuss (HFP) solle den Antrag zur jährlichen Förderung des Familienstützpunkts „positiv zur Kenntnis nehmen“.

Chris Friedrich

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