Unterstützung für Kinder in Nepal

Holger Winterling (v.l.), Inhaber von Alpinsport Füssen übergibt den Scheck mit 500 Euro an Tenzin Kunsang und Dieter Kenkmann. Foto: Schuster

Eigentlich wollte Dieter Kenkmann nur die 8000er Gipfel dieser Welt sehen, deshalb ist er vor über 20 Jahren nach Nepal gereist. Vor Ort sah der in Trauchgau lebende passionierte Bergsteiger allerdings, dass es vor allem den Kindern an vielem fehlt – zum Beispiel an Bildung. Heute schickt er mit dem Dieter Kenkmann Fond 1987 e.V. nepalesiche Kinder zu Schule und sammelt dafür auch Geld. Ihn unterstützte jetzt Holger Winterling, Inhaber von Alpin-Sport in der Ritterstraße in Füssen.

Um selbst die Gipfel des Himalaya zu besteigen, dafür war Kenkmann bei seiner ersten Reise nach Nepal vor gut 20 Jahren schon zu alt, sagt er. Dabei hat sich der 77-Jährige äußerst gut gehalten, wie der Volksmund sagt. Dass sie ihn in Nepal „Meme Dieter“ – etwa: Opa Dieter – nennen, nimmt man dem Herrn mit dem weißen Rauschebart aber trotzdem ab. 500 Euro und einer Kiste voller Winterbekleidung und Schuhen gab ihm Alpin-Sport-Inhaber Winterling mit. Mit dem Geld schickt Kenkmann Kinder in Nepal ins Internat. Was in Deutschland eher den Ruf einer elitären Beschulung hat, ist in dem asiatischen Land oft der einzige Weg, der Armut zu entkommen. „Es ist ein Unterschied, ob man in die Schule gehen muss oder gehen darf“, weiß Kenkmann. 25 Prozent der Schüler, für die sein Verein das Schulgeld übernimmt, sind Klassenbeste, sagt er. Und seine Arbeit trägt langfristig Früchte. Bester Beweis ist die 29-jährige Tenzin Kunsang, die derzeit einige Wochen in Europa verbringt und im Alpin-Sport mit dabei war. Sie hatte Kenkmann als Siebenjährige auf die Schule geschickt, heute hat sie ihren „Bachelor of Hotel Management“. Sie war eine der ersten, die er unterstützte. Die allererste war Chyime, sie lernte er als kleines Kind kennen, als er in einem nepalesischen Dorf zu Mittag essen wollte – schließlich blieb er vier Tage bei ihrer Familie und kehrte im darauf folgenden Jahr wieder. Heute ist Chyime 27 und soll eines Tages seine Arbeit vor Ort übernehmen, das wünscht er sich. Dank vom Dalai Lama Normalerweise übernehmen Sponsoren Patenschaften für ein Kind, aber auch Geld- und Sachspenden sind Kenkmann willkommen. Bei dem harten Winter halten Schuhe, wie die Nepalesen sie tragen, nicht lange – deshalb nahm er auch gerne die Schuhe mit, die Winterling in seinem Geschäft nicht mehr verkaufen kann. „Schuhe von dieser Qualität bekommen die sonst nicht“, weiß Kenkmann. 2006 wurde dem in Steingaden aufgewachsenen Dieter Kenkmann übrigens eine besondere Ehre zuteil: Der Dalai Lama lud ihn zu einer Privataudienz ein und ehrte ihn für eine langjährige Hilfe. Wer ebenfalls für den Dieter Kenkmann Fond spenden möchte, der kann das bei der Raiffeisenbank Halblech, Bankleitzahl: 73369933, Kontonummer: 424242 tun.

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