Reuttener Rettungskräfte üben gemeinsam den Katastrophenfall

Gutes Zusammenspiel

+
Ein Blick in die Einsatzzentrale: Einsatzleiterin Elisabeth Singer (hinten links) und Stabsleiter Andreas Schautzgy koordinieren die Einsatzkräfte.

Reutte – „Seit der Amtszeit des damaligen Bezirkshauptmanns Dr. Dietmar Schennach hat der vorbeugende Katastrophenschutz im Bezirk einen besonders hohen Stellenwert“, sagte Konrad Geisler von der Bezirkshauptmannschaft bei einer Führung durch die Räumlichkeiten der Bezirkseinsatzleitung anlässlich einer Katas­trophenschutzübung.

Diese fand am vergangenen Freitag in der Bezirkshauptmannschaft statt. Angenommen wurde bei der Übung, die unter „Tornado 2016“ lief, ein Unwetter mit Sturm, Stark­regen, mit 25 eingeschlossenen Personen am Plansee wegen Murenabgang, umgestürzte Baumstämme, sowie die Unpassierbarkeit der Fernpassstraße ebenso wie verschiedener Straßen im Bezirk.

Insgesamt waren über 160 Personen der verschiedenen Blaulichtorganisationen und eben der Einsatzzentrale dabei, die Lage in den Griff zu bekommen.

Zwei Übungen im Jahr

 Als Einsatzleiterin fungierte Geislers Stellvertreterin Elisabeth Singer, ihr zur Seite stand Andreas Schautzgy als Leiter für die Stabsarbeit. „Es besteht die Gefahr, dass bei vorhergegangenen Katastrophenfällen, seien sie kleineren oder größeren Ausmaßes, nach einem Jahr schon wieder vergessen sind“, begründete BH Konrad Geisler die zweimal im Jahr stattfindenden und immer wiederkehrenden Übungen.

Als erschwerend kam für die Einsatzkräfte hinzu, dass im Übungsszenario im gesamten Gebäude der Bezirkshauptmannschaft die Stromversorgung zusammen gebrochen war. Das war de Gelegenheit, das kürzlich von der Feuerwehr Reutte in Betrieb genommene Notstromaggregat zum Einsatz kommen zu lassen. „Die im Haus befindliche Batterie arbeitet für rund 20 Minuten, um unmittelbar nach dem Stromausfall die technische Infrastruktur aufrechtzuerhalten“, erklärt Schautzgy.

Eine Zeit, die in der Regel reichen sollte, das Notstromaggregat anzuschließen. Auch dieses Übungsziel klappte nach mehreren Anläufen zum größten Teil.

Positives Fazit

 Das Fazit des stellvertretenden Bezirkshauptmannes Konrad Geisler am Ende der Übung lautete denn auch: „Wir sind für alle Fälle gewappnet, wo’s noch fehlt wird nachgearbeitet.“

ed

Meistgelesene Artikel

Einstimmig berufen

Landkreis/Kaufbeuren – Zum Ende des Monats Februar wird Dr. Philipp Ostwald, Leiter des Kommunalunternehmens (KU) der Kliniken Kaufbeuren-Ostallgäu, …
Einstimmig berufen

Interesse für Elektroautos wecken

Füssen – Der Klosterhof als 1a-Parkplatz in der Altstadt? Zumindest am Donnerstag war dort ein großer Fuhrpark zu sehen.
Interesse für Elektroautos wecken

Teurer sterben in Füssen

Füssen – Zum ersten Mal seit 15 Jahren will die Stadt Füssen die Bestattungs- und Grabnutzungsgebühren erhöhen.
Teurer sterben in Füssen

Kommentare