Stadtverwaltung feiert die Eröffnung der Füssener Hütte mit den neuen Pächtern

"Wir sind sehr zufrieden"

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Mit Alphornklängen und Schweinsbraten wurde am Freitag die Neueröffnung der Füssener Hütte gefeiert.
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Mit Alphornklängen und Schweinsbraten wurde am Freitag die Neueröffnung der Füssener Hütte gefeiert.

Füssen – Mit Alphornklängen und Schweinsbraten hat am Freitag die Stadt Füssen die Neueröffnung der Füssener Hütte gefeiert.

Auf 1520 Höhenmetern kamen Vertreter der Stadtverwaltung, Stadträte und geladene Gäste zusammen, um nicht nur die neuen Pächter, Melanie Kerpf und Matthias Nack, zu begrüßen. 

Gleichzeitig hießen sie auch den neuen Verwalter des Füssener Grundbesitz in Tirol, Thomas Wechner, willkommen und verabschiedeten seinen Vorgänger Hans Seiser. Über 500 Hektar erstreckt sich der Tiroler Grundbesitz der Stadt Füssen über Gebiete der Gemeinden Musau, Vils, Pinswang und Grän. Sein Ursprung liegt weit in der Geschichte zurück. „Der Besitz entstand auf Grund des Forst- und Wildbanns, den Kaiser Heinrich IV. am 05.02. 1059 dem Bischof Heinrich von Augsburg verlieh“, heißt es in einer Chronik der Füssener Hütte.

„Spätestens im Zuge der Verpfändung der seinerzeitigen freien Reichsstadt Füssen an Bischof Friedrich von Augsburg am 1.06.1313 hat die Stadt die Erlaubnis erhalten, Rodungen vorzunehmen, um Sommerweiden anzulegen“, ist weiter zu lesen. 

Da das Pfand aber nie mehr ausgelöst wurde, verlor Füssen den Status der Freien Reichsstadt. Durch die Säkularisation 1802 wurde der Besitz verstaatlicht. Doch nach Ende des Zweiten Weltkrieges ging das Land aufgrund des österreichischen Staatsvertrags nach Österreich. 

Besitz zurückgeholt

Nachdem der damalige Füssens Bürgermeister Dr. Ernst Enzinger allerdings die Akten der Stadt durchforstet hat, war ihm schnell klar: „Der Besitz muss nach Füssen“, erklärte Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) in seinem Rückblick. 1962 gab Österreich die Besitztümer schließlich zurück. Heute handelt es sich um den „unvordenklichen Besitz“, so die offizielle Bezeichnung. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir Klosterbesitz hier im Außerfern haben“, so Iacob. 

Diesen hat seit dem 1. März 1993 Hans Seiser verwaltet. Zu den größten Herausforderungen in dieser Zeit zählt Seiser den schwierigen Bau des Walderlebniszentrums Ziegelwies (WEZ), den Seilbahnbau am Füssener Jöchle, die Dacherneuerung der Füssener Hütte und die Gespräche über die Wasser- und Abwasserleitungen zur Berghütte. „Ich habe den Job sehr gerne gemacht, mit Herz, Leib und Seele“, so Seiser, der noch bis Ende des Jahres seinem Nachfolger als Berater zur Seite steht. 

Seiser bedankte sich bei Iacob, dass er die Freiheit gehabt habe „den forstwirtschaftlichen Betrieb nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten führen zu dürfen.“ Sein Dank galt auch den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden, sowie den Wald- und Grundbesitzern für ihre fairen und guten Gespräche. Außerdem wünschte er seinem Nachfolger alles gute. Er sei beruhigt, dass „die Liegenschaft in guten Händen ist und in diesem Sinne weitergeführt wird.“ 

Gelungener Auftakt

Für seine Sorgfalt und Nachhaltigkeit bedankte sich Iacob bei Seiser. Sein Bericht – mit Anekdoten gewürzt – sei immer ein Höhepunkt der Stadtratssitzungen gewesen. Denn „es kam immer Geld rein“, so Iacob schmunzelnd. Doch „wenn einer geht, kommt der Nächste“. So ist seit 1. Januar 2016 Thomas Wechner der neue Verwalter des Tiroler Grundbesitz der Stadt Füssen. In einem Übergangsjahr habe man sich besser kennen gelernt, so Iacob. Wechner sei „ein reger Bursche“, der was durchsetze. „Das finde ich ganz toll“, so der Füssener Rathauschef. 

Einer seiner ersten Aufgaben war gleich eine Herausforderung: Neue Pächter für die Füssener Hütte zu finden. Die Wahl fiel schließlich auf Melanie Kerpf, die Wirtin auf der Rohrkopfhütte bei Schwangau war, und Matthias Nack, der lange Zeit als Koch auf einer Berghütte bei Grünau gearbeitet hat (der Kreisbote berichtete mehrfach). „Wir freuen uns riesig, dass ihr das geworden seid“, erklärte Iacob und überreichte den beiden Brot, Salz und Öl als Begrüßungsgeschenk. 

Seit 1. Juni betreiben Kerpf und Nack die Hütte. Und sind „sehr zufrieden“, wie Nack erklärt. Es sei „super angelaufen. An den Wochenenden sind wir ausgebucht.“ Unter den Gästen seien viele Einheimische, die Kerpf noch von der Rohrkopfhütte kennen. „Die Gäste sind super zufrieden mit dem Essen. Sie fühlen sich wohl in der gemütlichen Atmosphäre”, fügt Nack hinzu. Das Essen konnten dann auch gleich die geladenen Gäste beim anschließenden gemütlichen Beisammensein testen.

kk

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