Mehrgenerationenwohnhaus mit Tagesbetreuung kommt nach Breitenwang

Auf Wünsche eingehen

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Die Gemeinde wird den Verein „Together” bei der Tagesbetreuung unterstützen. Das versprach Bürgermeister Hanspeter Wagner der Leitung des Vereins: Renate Deutsch- Krismer (v.l.), Katja Unterer und Renate Reinisch.

Breitenwang – Der Verein „Together“ in Breitenwang betreibt bereits im Notburgaheim ein Haus für Kinder – Kinderkrippe, Kindergarten Kinderhort. Jetzt will sich der Verein einem Mehrgenerationenhaus mit  individuellen Tagesbetreuung widmen.

„Dieses Projekt (Haus für Kinder – Anmerk. d. Red.) umzusetzen wurde längst realisiert und so wollen wir uns dem längst gefassten Gedanken einem Mehrgenerationenhaus zu widmen mit einer individuellen Tagesbetreuung für Senioren ebenfalls verwirklichen”, kündigte Leiterin Renate Deutsch-Krismer an. In Anwesenheit von Breitenwangs Bürgermeister Hans-Peter Wagner stellte sie dieses Pilotprojekt vor Ort bei einer Pressekonferenz vor. Der Schwerpunkt der Betreuung liegt darin, den Senioren größtmögliche Individualität und Autonomie zu gewährleisten. Weiter sehen sie es als ihre Aufgabe an den Tagesgast mit all seinen Bedürfnissen, Wünschen und Erwartungen wahrzunehmen und auf diese einzugehen. Eine Abholung von zuhause sowie Verpflegung wird angeboten. 

„Das Angebot richtet sich an Seniorinnen und Senioren, die tagsüber nicht mehr alleine sein können oder wollen. Die Leitung erfolgt durch Renate Reinisch, diplomierte Krankenschwester und Sozialpädagogin”, erklärte Deutsch-Krismer. Sie ist sich sicher, dass die Tagesbetreuung eine Unterstützung und Entlastung für pflegende Angehörige im Alltag bedeutet, für die es zudem beruhigend ist, wenn sie die Mutter oder den Vater in guten Händen wissen. 

„Es ist ein Thema das auf den Nägeln brennt”, so Bürgermeister Wagner. Die gesellschaftliche Veränderungen, bis 2050 soll sich der Anteil der über 65-Jährigen verdoppeln, die Zunahme der Single-Haushalte und die Belastung der pflegenden Angehörigen erfordere entsprechende Maßnahmen, erklärte Bürgermeister Wagner. Man sei mit dem Verein „Together“ seit längerem im Gespräch, ein Betreuungsmodell für Senioren und Seniorinnen zu installieren, um der sozialen Verarmung im Alter entgegenzuwirken. Startkapital, Betriebskosten und Miete werden in der Anlaufzeit von der Gemeinde übernommen. ed

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