"Es war ein gutes Jahr"

Füssener WEZ-Verein zieht Bilanz

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Feierliche Verabschiedung vom WEZ-Verein: Reinhold Sontheimer (v. l.), Carolin Klughammer, Harald Husel und Stephan Kleiner müssen künftig ohne Robert Berchtolds (2. v. l.) Dienste als Forstdirektor auskommen.

Pinswang/Füssen – Robert Berchtold gestand, einigermaßen verwirrt gewesen zu sein, als er mit dem Hinweis, einen eigenen Tagesordnungspunkt zu bekommen, zur Jahreshauptversammlung des Vereins „Walderlebniszentrum Ostallgäu-Außerfern“ (WEZ) eingeladen wurde.

Bei der Versammlung im Gemeindehaus in Pinswang zeigte sich der Forstdirektor a. D. dann aber umso erfreuter darüber, dass er an diesem Abend verabschiedet wurde. Vereinsvorsitzender Reinhold Sontheimer bezeichnete es als „eine große Ehre“, die Verabschiedung Berchtolds vornehmen zu dürfen. Nicht zuletzt, weil die Verabschiedung Berchtolds der feierlichen Höhepunkt der Mitgliederversammlung war. 

Bevor Sontheimer Berchtold mit den Worten „ein herzliches Vergelt´s Gott für dein Wirken“ verabschiedete, stellte sich aber zunächst Berchtolds Nachfolger als Forstdirektor, Stephan Kleiner, vor. Dabei sagte der studierte Förster, der bereits seit September 2017 im Amt für Landwirtschaft und Forsten in Füssen tätig ist, dass er sich im Ostallgäu „sehr wohl“ fühle. „Es ist eine große Freude, dass ich mich für das WEZ einsetzen darf.“

Zuvor hatte Geschäftsführerin Carolin Klughammer den rund 30 Anwesenden über das vergangene Jahr informiert. „Es war ein gutes Jahr“, sagte sie. So sei die Zahl der Besucher seit der Eröffnung des Baumkronenweges vor fünf Jahren auf inzwischen insgesamt 573.766 gestiegen. Das sei zwar „nicht schlecht“, weshalb die Verantwortlichen zufrieden seien. Aber: „Es hätte besser sein können.“ Ein wichtiges Thema in der Zukunft werde indes die Wartung des Baumkronenweges, die Klughammer als „gigantisch“ bezeichnete. „Da kommt was auf uns zu.“

In finanzieller Hinsicht sei auch der Bau des im August 2017 eröffneten „Waldimbisses“ keine Kleinigkeit gewesen. Infolgedessen betrugen die diesbezüglichen Gesamtkosten rund 180.000 Euro und damit „ungefähr 50.000 Euro mehr als vorher angenommen“, erklärte Klughammer. Die Geschäftsführerin verwies in ihrem Bericht außerdem auf verschiedene Ausstellungen, die heuer im WEZ geplant sind. 

Dazu gehören unter anderem die Schau „Saubere Kleidung“ sowie „Boden des Jahres 2018: Alpiner Felshumusboden“. „Wir haben ein ganz gutes Jahr hinter uns“, betonte Kassier Michael Schmück. Zweiter Vorsitzender Harald Husel stellte die geplante Neukonzeption des Ausstellungsbereichs im WEZ vor. Neue Ausstellungen sollten sich dadurch besser „an den Bedürfnissen und Erwartungen der Besucher“ orientieren können. 

Durch das neue Konzept, dessen Finanzrahmen Husel mit rund 200.000 Euro bezifferte, erhoffe er sich immerhin „mehr Schwung und Attraktivität“. Deswegen kündigte er an: „Am Ende steht eine neue Ausstellung im Frühjahr 2019.“

lex

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