Vor allem jüngere Mitglieder fehlen dem historischen Verein

Auch bei "Alt Füssen" sinken die Mitgliederzahlen

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Vor allem die Zuschüttung des Mühlbachs auf dem Gelände der alten Hanfwerke am Lech stößt beim historischen Verein „Alt Füssen“ auf viel Kritik.

Füssen – „Wir machen uns manchmal keine Freunde, wenn wir versuchen, die Ziele des Vereins zu verfolgen“, sagte Magnus Peresson in der Jahreshauptversammlung des Historischen Vereins „Alt Füssen“.

Das hielt den Vorsitzenden jedoch nicht davon ab, auch in der vergangenen Woche bestimmte bauliche Entwicklung in der Stadt zu kritisieren. Eine weitere Tatsache, die der erste Vorsitzende des Vereins im Gotischen Saal des „Gesellenhauses“ am Schrannenplatz erwähnte, kann daher möglicherweise als logische Konsequenz betrachtet werden.

Wie viele anderen historischen Vereine hat nämlich auch „Alt Füssen“ in den vergangenen Jahren einen spürbaren Mitgliederschwund hinnehmen müssen, der die Zahl seiner Vereinszugehörigen von mehr als 600 vor zehn Jahren auf inzwischen 443 sinken ließ. Indessen sei es „sehr schwierig, jüngere Mitglieder zu bekommen“, erklärte Peresson den Anwesenden und fügte hinzu: „Selten kommt ein Füssener zu uns, der jünger als 50 Jahre ist. Unser derzeit jüngstes Mitglied ist 28 Jahre alt.“ 

„Alt-Füssen“-Vorsitzender Magnus Peresson appelliert an die Mitglieder, dem Verein treu zu bleiben.

Nicht zuletzt deshalb appellierte Peresson an die rund 30 anwesenden Mitglieder im Saal, „Alt Füssen“ treu zu bleiben. Denn ein Verein funktioniere schließlich nur, „wenn er Mitglieder hat.“ Dass Leben im Verein ist, zeigte der anschließende Rückblick auf das abgelaufene Berichtsjahr. In diesem habe „Alt Füssen“ einiges auf die Beine gestellt und dabei knapp 20 Veranstaltungen gestemmt, lobte Peresson. 

Lob gab es auch von Kassenprüfer Axel Richter. Demzufolge würdigte er die Arbeit von Kassier Jürgen Geisenfelder ausdrücklich. Geisenfelder hatte den Versammelten zuvor von einem ausgeglichenen Haushalt für 2017 berichtet. 

Kritik an Bauvorhaben

Im Anschluss an seinen Rückblick auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr wies Peresson auch auf einige Entwicklungen in der Stadt hin, die der Verein kritisch sehe.

So prangerte er unter anderem die Zuschüttung des Mühlbachs als „Verstoß gegen bestehende Gesetze“ ebenso an, wie die „Entwicklungen bei Acht Seligkeiten“ an. Zum Thema „Stadtentwicklung“ sagte er, dass der Massentourismus „in richtiger Weise gelenkt werden“ sollte. Schließlich gelte auch für eine Stadt, dass „alle Veränderungen mit einer Verbesserung verbunden sein“ sollten.

lex

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