Katrin Heller-Breer ist neue zweite Hospiz-Vorsitzende

Neues Spitzen-Duo

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Die Hospizbewegung bekannt machen, wo im Altlandkreis Füssen diesbezüglich noch weiße Flecken sind, ist ein erklärtes Ziel von Katrin Heller-Breer (links) und Brigitte Engelhard-Lecher.

Füssen – Mit einem neuen Führungsteam und weiteren ausgebildeten „Begleitern“ setzt der 2007 in Füssen gegründete Hospizverein Südliches Ostallgäu jetzt sein Engagement im Altlandkreis fort.

Mit Katrin Heller-Breer hat die Vorsitzende Brigitte Engelhard-Lechner künftig eine neu gewählte Stellvertreterin an ihrer Seite im Büro im Bürgerspital am Lech. Ute Zwerger, die als 2. Vorsitzende aktiv war, wird sich auf eigenen Wunsch künftig ausschließlich praktischen Einsätzen als besonders erfahrene Hospizbegleiterin widmen. 

Ein Schwerpunkt liegt bei Zwerger auf der Kinderhospizarbeit. Wie die beiden Vorsitzenden im Gespräch mit dem Kreisboten erläuterten, gelte es Netzwerke zu stärken und den Hospizgedanken genau dort vorzustellen, wo es noch Info-Nachholbedarf gibt. Dies sei beispielsweise in Halblech der Fall. „In Füssen, Pfronten und Seeg sind wir gut bekannt“. 

Von den 21 Aktiven des über 220 Mitglieder zählenden Hospizvereins wurden fast 17.000 ehrenamtliche Stunden im Jahr 2014 in den Krankenhäusern und Seniorenheimen sowie Privatwohnungen geleistet. „Den Wunsch, die letzte Lebensphase in den vertrauten eigenen vier Wänden in Würde zu verbringen, erfüllen wir sehr gern. 

Wenn dies möglich ist ,gemeinsam mit den Angehörigen“, sagt die neue stellvertretende Vereinsvorsitzende Heller-Breer. „Die Würde einer schwerstkranken Person am Ende ihres Lebens steht stets im Mittelpunkt unseres Bemühens. Manchmal ist es einfach nur hilfreich und tröstlich, dem betroffenen Menschen am Sterbebett still zuzuhören“, so die Eisenbergerin Heller-Breer weiter. „Wir gehen den Weg mit, den der betroffene Mensch selbst gehen möchte.“

Zeigen worum es geht 

Vorsitzende Engelhard-Lechner ergänzt: „Mit Sterbehilfe, wie noch oft fälschlicherweise vermutet wird, hat die ambulante Hospizbewegung nichts zu tun.“ Die Vorträge, zu denen der Verein nach der gut besuchten Jahreshauptversammlung wieder einlade, „erläutern, worum es bei diesem ehrenamtlichen Engagement geht“. 

Heller-Breer hatte sich zur Ausbildung als Hospizbegleiterin in der Gruppe im letzten Jahr „aufgrund persönlicher Erfahrungen“ entschieden. Aktuell hat die Koordinatorin Jutta Schwarz die Möglichkeiten, 35 Aktive für Begleitungen einzusetzen. Darunter sind auch sechs Männer.

cf

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