Ein Stück Normalität

Verkaufsoffener Sonntag in Füssen: Bürger nutzen Angebote

Fußgängerzone Füssen
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Am vergangenen Sonntag öffneten die Füssener Geschäfte ihre Türen. Trotz der verschärften Corona-Regeln fanden sich im Laufe des Tages mehr und mehr Einheimische und Gäste für einen Bummel in der Stadt ein.

Füssen – Obwohl der Landkreis Ostallgäu am vergangenen Freitag den Corona-Warnwert, die 7-Tage-Inzidenz von 35 und am Sonntag schließlich von 50, erreicht hatte, fand in Füssen wie geplant der verkaufsoffene Sonntag und der Kirchweihmarkt statt. Trotz Maskenpflicht in der Altstadt zog es im Laufe des Tages mehr und mehr Einheimische und Gäste für einen Bummel in die Lechstadt. 

Nicht alle Geschäfte, die am vergangenen verkaufsoffenen Sonntag ihre Läden für Besucher geöffnet hatten, machten schon um 12 Uhr auf. So war es bis zum frühen Nachmittag auch noch eher ruhig in der Füssener Altstadt, wo sich mit zunehmendem Sonnenschein dann mehr und mehr Menschen für einen Bummel durch die Gassen und Geschäfte entschieden. Dort lockten bis 17 Uhr nicht nur die beiden Buchhandlungen in der Stadt mit ihren Angeboten, sondern vor allem auch einige Bekleidungsgeschäfte, wo sich die Kunden überwiegend sehr diszipliniert an die kurz vorher verschärften Corona-Hygieneanordnungen hielten und daher Mund-Nase-Schutzmasken auch im Freien trugen.

Während zum Beispiel Bernd Wöstmann von der Buchhandlung „Rupprecht“ betonte, dass es „gar nicht so wichtig“ sei, an diesem Tag viel zu verkaufen, ergänzte er, man wolle den Kunden in erster Linie zeigen, „dass wir für sie da sind.“ Andreas Wolf von der „Schnäppchenalm“ gab dagegen freimütig zu, dass man auch deshalb an diesem Tag geöffnet hatte, weil man „jeden Euro“ brauche. Die unterschiedlichen Motive der Einzelhändler mögen eine Touristin aus dem thüringischen Erfurt wohl weniger interessiert haben. Sie fand es allerdings „gut, dass ein bisschen was los“ war in Füssen.

Beschränkter Zugang

Gleichzeitig fand auch der Kirchweihmarkt auf dem Morisse-Parkplatz statt. Da der Landkreis Ostallgäu am vergangenen Sonntag allerdings die 7-Tage-Inzidenz von 50 überschritten hatte, wurde der Zugang auf 150 Besucher beschränkt. „Ich habe mich konsequent für die Durchführung des heutigen verkaufsoffenen Sonntag entschieden und auch für die Durchführung des Kirchweihmarktes”, erklärte Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) dazu in den Sozialen Medien. Schließlich müsse das Leben weitergehen, was auch schöne Erlebnisse beinhalte – allerdings immer unter dem Aspekt der Sicherheit. „Hier sind die Sicherheitskräfte angehalten, sensibel auf Abstände hinzuweisen”, so Eichstetter zum Kirchweihmarkt.

Abschließend meinte der Rathauschef in seinem Post: „Daher bitte ich Sie und wünsche mir, dass Sie den heutigen Sonntag genießen, trotz der schweren Zeit, denken Sie positiv, denken Sie optimistisch und freuen wir uns auf die Zeit danach, sobald Medikamente und Impfung vorhanden sind.”

lex/kb

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