Zusammenarbeit ist nötig

Verkehr in und um Füssen: Peresson präsentiert vor Ort Tunnellösung

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UBL-Stadtrat Magnus Peresson (rechts) stellt vor Ort seine Tunnellösung für Füssens Verkehrsproblem vor.

Pinswang/Füssen – Im Januar legte UBL-Stadtratskandidat Magnus Peresson ein Konzept vor, wie seiner Meinung nach zukünftig auf die bestehende Verkehrsproblematik in Füssen und mit einem zu erwartenden Anstieg des Schlössertourismus entschärft werden könne.

Ein etwa fünf Kilometer langer Tunnel durch den Schwarzenberg nach Hohenschwangau sei die „imperiale“ Lösung, so Peresson.

Diesen Vorschlag erörterte die UBL und die FDP Füssen neulich bei einem Ortstermin im Pinswanger Industriegebiet.

Ein kleiner Kreis von interessierten Bürgern traf sich in Pinswang, um die von UBL Spitzenkandidat Peresson vorgeschlagene Umgehungslösung zu erörtern. Eine Zukunftsvision des lokalen Tourismus entwerfend führte Peresson in das Thema ein. Mit einer Ernennung der Hohenschwangauer Schlösser zum Weltkulturerbe sind steigende Besucherzahlen zu erwarten. Abgesehen vom Verkehrsaufkommen, das dadurch steigen werde, besteht schon seit vielen Jahren der Wunsch nach einer Umgehungsstraße, die die Füssener Innenstadt vor allem vom Ausflugsverkehr zu den Königsschlössern entlasten soll.

Bisherige Pläne gescheitert

Von den amtierenden Kommunalpolitikern vorgeschlagene Ideen wie einer Brücke über den Forggensee oder einem Tunnel scheiterten allesamt. Pläne, die nicht umsetzbar waren, weil die Schwangauer nicht dazu bereit waren, ihren Grund und Boden abzugeben. Daneben entschied die Bundesregierung 2015, dass Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis stehen. Nun aber steht ein Machtwechsel in der Füssener wie auch Schwangauer Kommunalpolitik an. Das Thema Verkehr, Umgehung und ein anzugehendes Verkehrskonzept standen im Wahlkampf der jeweiligen Kandidaten, Gruppierungen und Parteien ganz hoch im Kurs. So wagte Peresson einen neuen Versuch. Diese von ihm vorgeschlagene Lösung betrifft weder Schwangauer Grund noch den Forggensee.

"Imperiale Lösung"

Die „imperiale“ Lösung des UBL-Stadtratskandidaten ist ein etwa fünf Kilometer langer Tunnel unter dem Schwarzenberg hindurch, direkt nach Hohenschwangau. Der Verkehr solle von der Autobahn kommend über den Grenztunnel geleitet werden und somit die Füssener Innenstadt aussparen. Diese Lösung, dass sei ihm klar, betreffe den Freistaat, den Wittelsbacher Ausgleichsfonds und die Gemeinde Pinswang an deren Stadtrand. Kein privater Grundstückseigentümer werde davon berührt. Peresson ist überzeugt, dass die betroffenen Kommunen selbst mit der Verkehrserschließung und dem ruhenden Verkehr vor Ort, also Parkmöglichkeiten, überfordert seien.

Diese Angelegenheit sei deshalb schon längst eine Angelegenheit des Freistaats und der Bundesrepublik. Deswegen sei nun eine Zusammenarbeit der Stadt Füssen und der Gemeinde Schwangau unabdingbar, so Peresson. Es wäre in dieser Angelegenheit grundlegend wichtig, gemeinsam Kontakt zu Ministerpräsident Markus Söder aufzunehmen. Denn, davon ist Peresson überzeugt, die „imperiale“ Lösung ist nur durch eine enge Zusammenarbeit und mit staatlicher Hilfe zu verwirklichen.

sh

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