Mit künstlicher Intelligenz Verkehr entzerren

"Grüne Welle" zwischen der A7 und Schwangau: Planer setzen auf moderne Technik

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Die selbstentwickelten Messsysteme des beauftragten Ingenieurbüros arbeiten unter anderem mit künstlicher Intelligenz und moderner Kameratechnik.

Füssen – Um zwischen der A7 und Schwangau eine „Grüne Welle” für den Verkehr zu ermöglichen, lässt die Stadt Füssen derzeit ein digitales Verkehrssystem erstellen. Bis Mitte September wird die Planungsfirma Bernard Gruppe ZT GmbH nun erste Probemessungen an den Ampeln auf dieser Strecke vornehmen.

Ende Juni machte der Füssener Stadtrat ernst: Für rund 41.500 Euro beauftragte er die Bernard Gruppe ZT GmbH aus Stuttgart mit der Planung und Projektierung der digitalen Verkehrssteuerung für Füssen und Schwangau. Nach Angaben der Stadtverwaltung übernimmt der Freistaat Bayern etwa die Hälfte der Kosten. Am Rest beteiligt sich die Gemeinde Schwangau. „Wir haben beauftragt und sind im Rollout“, so Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU). In dem Zug soll auch gleich noch untersucht werden, ob eine mögliche Untertunnelung machbar ist. Als nächster Schritt wäre eine digitale Parkraumbewirtschaftung möglich (der Kreisbote berichtete). 

Geräte werden installiert 

Doch soweit ist es noch nicht. Aktuell ist das beauftragte Ingenieurbüro dabei, seine selbstentwickelten Messsysteme entlang der Strecke aufzustellen. „Es sind bereits zehn Systeme installiert worden, gegebenenfalls werden weitere Systeme folgen“, erklärte die betreuende PR-Agentur der Bernard Gruppe auf Anfrage des Kreisboten. Diese sollen die Verkehrslage ermitteln und analysieren. Anhand dieser Daten könne das Unternehmen ein Konzept zur effizienten Steuerung des Verkehrs durch Füssen erstellen. Dafür seien unter anderem Dauerzählstellen geplant, deren Daten in einem zentralen Verkehrsrechner zusammenlaufen. Um eine „Grüne Welle“ zu ermöglichen, werde der Verkehrsrechner entsprechend programmiert. „Nach der Umsetzung wird das Verkehrsaufkommen wieder gezählt, um die Verbesserung zu validieren“, so die PR-Agentur. 

Das Besondere daran: Die Messsysteme des Ingenieurbüros arbeiten mit künstlicher Intelligenz, moderner Kameratechnik und Echt-Zeit-Informationen. Die erfassten Verkehrsteilnehmer werden laut Unternehmen automatisch und anonym direkt am Chip der Kamera klassifiziert beispielsweise nach Auto, Kleintransporter, Motorrad, Bus, Lkw oder Laster mit Anhänger. Durch die Nachbearbeitung der Daten kann das Unternehmen einen zeitlich aufgelösten Knobelplan erstellen, der entweder nach Verkehrsteilnehmern oder nach Leicht- und Schwerverkehr unterteilt ist. Auf diese Weise könne es den Verkehr strategisch steuern.

kk

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