»Ein wichtiges Thema für Kinder«

Verkehrsausschuss spricht sich für zwei Bedarfsampeln in der Kemptener Straße aus

Kemptener Straße in Füssen
+
Die Kemptener Straße ist meist stark frequentiert. Wer sie als Fußgänger überqueren will, braucht Geduld – und muss schnell sein. Doch das soll sich jetzt ändern.

Füssen – Wer vom Bundesstützpunkt kommt und die Kemptener Straße überqueren will, muss mitunter lange warten. Denn auf den etwa zwei Kilometern zwischen dem Parkplatz Morisse und dem Autohaus Heuberger gibt es weder eine Ampel noch einen Zebrastreifen, um Fußgängern über die Straße zu helfen. Das möchte Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) ändern. Die Stadtverwaltung soll jetzt prüfen, wo genau im Bereich Norma und Bundesstützpunkt zwei Bedarfsampeln hinkommen könnten. Dafür hat sich der Planungs-, Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss in der vergangenen Woche einstimmig ausgesprochen. 

Da allgemein viel Verkehr auf der Kemptener Straße unterwegs ist, gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Anträge, hier eine Querungshilfe für Fußgänger anzubringen. Weil sich auf der gesamten Strecke aber nirgends die Fußgängerströme bündeln, hat das Staatliche Straßenbauamt in Kempten, als die Kemptener Straße noch eine Bundesstraße war, diese immer wieder abgelehnt, heißt es dazu in den Sitzungsunterlagen.

Zuletzt habe diese Einschätzung 2016 eine Untersuchung zwischen der Jet-Tankstelle und der Einmündung Herkomerstraße bestätigt. Dabei zeigte sich, „dass in der Tat kein Standortschwerpunkt zu erkennen war, sondern die Fußgänger innerhalb dieses Abschnitts überall die Straße überquerten, sobald der Verkehr dies zuließ. Auffällig war, dass von der Einmündung Herkomerstraße stadteinwärts keine Überquerung zu beobachten war.“ Um aber wenigstens etwas für Fußgänger zu tun, senkte der Bauhof an verschiedenen Stellen den Bordstein ab, um die Stellen zu verdeutlichen, die zum Straßenwechsel einladen.

Weil nun aber neue Anträge im Rathaus eingetrudelt sind, kam das Thema erneut aufs Tablett. Und auch die Stadtverwaltung hält diese für „nachvollziehbar und berechtigt.“ Vor allem den Bereich zwischen der Einmündung Birkstraße, Norma-Markt, „Haus der Gebirgsjäger“ und Weg zum Kobel sieht sie mit ihren Bushaltestellen und der Realschule als „idealen Standort für eine Querungshilfe an“. Dazu kommt, dass durch die neuen Häuser an der Birkstraße sowie den geplanten Gebäuden am „Haus der Gebirgsjäger“ hier künftig voraussichtlich noch mehr Fußgänger unterwegs sein werden. Im Zuge dieser Arbeiten wird das bereits geprüft. Die Stadtverwaltung könnte sich demnach hier zwei Bedarfsampeln vorstellen, die schnell und effizient funktionieren sollen. Außerdem sollen sie in die geplante intelligente Verkehrssteuerung (der Kreisbote berichtete) mit eingebunden werden. „Wo genau sie hinkommen, gilt es noch zu klären“, fügte Eichstetter hinzu. Fest stehe jedoch: „Wir brauchen Querungshilfen an diesen zwei Stellen.“

Ein positiver Nebeneffekt sei, dass der Verkehr so entschleunigt werde und sich für Fußgänger weitere Möglichkeiten ergeben, die Straßenseite zu wechseln. „Eine Bündelung werden wir auf bestimmte Art und Weise hinbekommen“, lautet deshalb das Fazit des Rathauschefs.

Auch aus Sicht der Polizei mache das Sinn, wie Polizist Johannes Stoll in der Sitzung sagte. „Viele Schüler gehen da rüber und da ist gar nichts. Aus unserer Sicht ist das schon ein sehr, sehr wichtiges Thema für Kinder.“

Katharina Knoll

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

+++ Corona-Ticker +++ Die Ampel steht für Kaufbeuren und das Ostallgäu auf Dunkelrot – Aktuell 292 Infizierte im Landkreis
+++ Corona-Ticker +++ Die Ampel steht für Kaufbeuren und das Ostallgäu auf Dunkelrot – Aktuell 292 Infizierte im Landkreis
Ampel springt auf dunkelrot: Landkreis Ostallgäu überschreitet den Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen
Ampel springt auf dunkelrot: Landkreis Ostallgäu überschreitet den Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen
Kliniken im Ostallgäu: »Wir sind gut aufgestellt«
Kliniken im Ostallgäu: »Wir sind gut aufgestellt«
Für die Stadt Füssen steht beim Blitzen die Verkehrserziehung, nicht Geldmacherei im Vordergrund
Für die Stadt Füssen steht beim Blitzen die Verkehrserziehung, nicht Geldmacherei im Vordergrund

Kommentare