Verkehrslärm soll weniger werden

Hier in der Spitalgasse sollen die Anwohner mehr Ruhe haben. Entsprechende Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Lärmdämmung hat der Ausschuss jetzt beschlossen. Foto: Knoll

Füssen – In der Klosterstraße, in der Floßer- und Spitalgasse sowie am Franziskanerplatz soll es ruhiger werden: Seit Jahren beschweren sich die Anwohner über den zu lauten Durchgangsverkehr. Unter anderem mit einer Verlängerung des Nachtfahrverbots  will der Verkehrsausschuss das Problem nun lösen.

Eine verstärkte Verkehrsberuhigung haben die Anwohner für ihre Straßen gefordert. In einem Gespräch Mitte Februar mit der Stadtverwaltung haben sie aber mehrheitlich eine Sperrung der Durchfahrt Klosterstraße-Spitalgasse abgelehnt. Der Verkehrsausschuss diskutierte am Dienstag nun andere Möglichkeiten. So könnte man das Nachfahrverbot von 22 bis 6 Uhr auf 22 bis 7 Uhr ausweiten, einen zusätzlichen Blumenkübel in die Straße stellen, um den Verkehr zu verlangsamen oder das digitale Messgerät aufstellen, schlug Manfred Schweinberg von der Stadtverwaltung vor. Auch eine gute Verfugung des Kopfsteinplasters würde den Lärm dämmen. Insgesamt habe aber eine Verkehrsmessung ergeben, dass die meisten der täglich 610 Fahrzeuge nur zwischen 15 und 20 km/h schnell fahren. Der ganze Antrag sei „eine Überreaktion der Anwohner“, meinte Günther Knauss (Bürgerblock). Deshalb bitte er die „Situation zu lassen, so wie sie ist“. Er selbst fahre da „relativ oft durch“ und würde sich nicht ausgrenzen lassen. Ganz anders sah das Magnus Peresson (UBL). Man sollte „die Nöte der Anwohner nicht runterspielen“. Wenn die Autofahrer mit Schrittgeschwindigkeit durch die Gassen fahren, sei der Lärm kein Problem. Wenn sie allerdings schneller fahren, würde der Geräuschpegel durch die engen Gassen wie in einer Schlucht nach oben geleitet werden und dort befinden sich eben die Schlafzimmer der Anwohner. Abhilfe könne die richtige Verfugung des Kopfsteinplasters mit Schweißsand und Humus schaffen. Efeu an der Friedhofsmauer wäre zudem der „beste Schallschutz“. Obwohl der Ausschuss diese Anliegen ernst nehmen sollte, sollte man zuerst die Verkehrsproblematik am Luitpoldkreisel lösen, forderte Jürgen Doser (FW). Erst dann könne sich das Gremium Gedanken um dieses „Schlupfloch“ für die Füssener machen. Am Ende stimmte die Räte einstimmig dafür, das Geschwindigkeitsmessgerät dort aufzustellen und das Nachtfahrverbot zu verlängern. Falls sich die Kosten für einen zusätzlichen Blumenkasten im Rahmen halten, soll der eventuell am Eingang der Klosterstraße aufgestellt werden. Außerdem soll das Kopfsteinplaster besser verfugt werden. kk

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